Meßkirch Bürgermeister freut sich über Umzug von „BKV Braun“

Um ihren Betrieb erweitern zu können, ist die bislang an den Standorten Engelswies und Inzigkofen beheimatete Firma „BKV Braun“ nach Meßkirch umgezogen. Die Produktionsfläche sei dabei auf 400 Quadratmeter verdoppelt worden, sagt Klaus Braun, der 2001 alleine mit der Firma in Engeswies begonnen hatte. Dazu kämen rund 100 Quadratmeter Büro- und Sozialräume.

Am neuen Standort „Im Trettenfurt“ sei die Firma von drei auf fünf Angestellte gewachsen und es wurden rund
450.000 Euro in eine Drahterodiermaschine investiert, auf der Werkstücke mit einem Gewicht von bis zu 3000 Kilogramm bearbeitet werden können, wie Alexander Braun, zweiter Geschäftsführer, berichtet. Eine Dienstleistung wie sie in diesem Bereich im weiten Umkreis kein zweites Mal zu finden sei. Kunden aus Meersburg oder Markdorf, die entsprechend schwere Stücke bisher bis nach Paderborn fuhren, könnten die selbe Leistung fortan nun in Meßkirch erhalten, sagen die beiden Geschäftsführer und Klaus Braun stellt zufrieden fest, dass sich der Umzug in die Kreutzerstadt auch positiv bemerkbar gemacht habe, was das Auftragsbuch angeht. Dabei mache sich auch die Nähe zur Bundesstraße bezahlt, sagt Alexander Braun. Insgesamt seien 1,4 Millionen Euro investiert worden.

Stadtverwaltung ebnete den Weg zum neuen Grundstück

Bürgermeister Arne Zwick freut sich darüber, dass die Firma nach Meßkirch umgesiedelt hat. Dank der Platzreserven auf dem Grundstück könne die Firma nun auch nochmals über eine Erweiterung nachdenken, stellt er fest. Die Stadtverwaltung habe dem Umzug vielleicht damit ein bisschen den Weg geebnet, dass sie Thomas Nuding, dem bisherigen Besitzer des Grundstücks, einen Bauplatz neben der neuen Polizeiwache an der Bahnhofstraße vermittelt habe. Ansonsten sei die Verbindung zwischen Käufer und Verkäufer aber über private Kontakte zustande gekommen, stellt Zwick fest. „Ich habe immer schon einen Bezug zu Meßkirch gehabt“, sagt dementsprechend auch Alexander Braun, der der Freiwilligen Feuerwehr Meßkirch angehört und der die Stadt von seiner Mitarbeit bei Getränke Schröder schon lange kennt, wie er sagt.

Herstellung von Edelstahlinstrumenten bis hin zu Kunstoff-Formen für Audi

Die Palette der Produkte, die in den neuen Räumen hergestellt werden, sei vielfältig. Produziert würden beispielsweise Komponenten für chirurgische Edelstahlinstrumente aber genauso auch Kunststoff-Formen für Audi, Kunststoff-Teile für die Aufzug-Bedienung oder auch Stangpressformen für Dachziegel und Straßenlaternen-Abdeckungen. „Das Erodieren ist wie umgekehrtes Schweißen“, erläutert Klaus Braun den Prozess. Das Material werde mittels Lichtbogen durch Abtrennen bearbeitet. Die Härte des Materials oder seine Vergütung spielten dabei keine Rolle. „Alle Materialien, die elektrisch leiten, können von uns bearbeitet werden.“ Auch die weihnachtliche Sternschnuppen-Form von der Merci-Schokolade komme von der Firma, sagt Alexander Braun. Die beiden Geschäftsführer planen am neuen Standort nun das Geschäft weiter auszubauen und auch ein Lehrling soll in dem Unternehmen wieder eingestellt werden.

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