Mengen Klare Resolution gegen Fracking

Der Gemeinderat der Stadt Mengen hat eine Resolution verabschiedet. Darin spricht er sich mit allem Nachdruck gegen die bereits genehmigten Aufsuchungen und gegen mögliche zukünftige Probebohrungen, Erschließungen und Förderungen unkonventioneller Gasvorkommen („Fracking“) aus.

Bei diesem Verfahren wird dichtes Speichergestein mit hohem hydraulischem Druck von Wasser und zahlreichen chemischen, zum Teil hochgiftigen Verbindungen aufgebrochen. Gemeinsam mit vielen Fachleuten äußerte die Stadt Mengen grundsätzliche Bedenken gegen diese überaus risikoreiche Art der Gasgewinnung und möchte diese für ihr eigenes Stadtgebiet mit allen Teilorten sowie für die gesamte Region Bodensee-Oberschwaben grundsätzlich ausschließen.

Der Gemeinderat führt weiter aus, dass er schwerwiegende Beeinträchtigungen des Grund- und Trinkwassers insbesondere durch die giftigen chemischen Zusatzstoffe (Additive) befürchten würde, von denen einige im dringenden Verdacht stünden, kanzerogen zu wirken. Im Einzugsgebiet des Bodensees und des Oberlaufs der Donau in einer vielfältig landwirtschaftlich genutzten Region müssten diese Gefährdungen als besonders schwerwiegend angesehen werden.

Eine eindeutige Mehrheit aller bisherigen Studien und Untersuchen sei zu dem Ergebnis gekommen, dass Fracking ein sehr hohes Risiko darstellt: Unfälle an Bohrplätzen und beim Transport der Stoffe, undichte und undicht werdende Bohrungen sowie durch Gesteinsklüfte aufsteigende Giftstoffe würden das Grund- und Trinkwasser gefährden. Mit dieser Resolution schließt sich Mengen anderen Städten und Gemeinden wie Bad Saulgau, Hohenfels, Wald, Herdwangen-Schönach und Konstanz an.

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