Kreis Sigmaringen Stefanie Bürkle lobt die Wirtschaft

Landrätin würdigt getätigte Investitionen der Unternehmen und Verbünde von Städten und Gemeinden. 320 Gäste wohnen dem Neujahrsempfang des Landkreises bei.

Rück- und Ausblick in sehr detaillierter Form hat die Landrätin Stefanie Bürkle beim Neujahrsempfang der Kreisverwaltung im Foyer des Landratsamtes gehalten. Vor 320 geladenen Gästen – darunter Vertreter von Politik, Wirtschaft, Gesundheit und einer Vielzahl von Ehrenamtlichen – widmete sie sich der Wirtschaft als dem alles überragenden Thema. Kultur und Soziales kamen für manchen Geschmack unter den Zuhörern ein wenig zu kurz.

In der Tat vermerkte die Kreischefin nicht ohne Stolz, dass die Wirtschaft das achte Jahr in Folge boomt – trotz des verübergehenden Aus bei Alno in Pfullendorf, wo es nun doch weiter ginge: „Mit 3,3 Prozent liegt die Arbeitslosenquote im Landkreis Sigmaringen unter dem Landesschnitt und deutlich unter dem Bundesschnitt.“

Heraus hob sie die Investitionen diverser Unternehmen. So beispielsweise die Firma Geberit, die in Pfullendorf in die Logistik-Erweiterung über 40 Millionen Euro gesteckt hat. Schlösser starte in seiner 120-jährigen Firmengeschichte mit der größten Baumaßnahme auf einer Nutzfläche von 8500 Quadratmetern. In Leibertingen investiere der Mahle-Konzern bis Ende des Jahres 20 Millionen Euro, die Anzahl seiner Mitarbeiter dürfte sich dann auf 350 verdoppelt haben.

Als zukunftsweisend betrachtet Bürkle die interkommunalen Gewerbegebiete. Nahezu alle Städte und Gemeinden hätten sich unter der tatkräftiger Mithilfe des Regionalverbands zu Verbünden zusammengeschlossen. In Sigmaringen war es gleich ein Drittel aller Kreisgemeinden vom Heuberg bis zur Donau. Mengen, Hohentengen, Scheer und Herbertingen gründeten einen Viererbund. Kreisübergreifend tat dies Bad Saulgau mit Altshausen, Aulendorf und Boms. „Was hier an flächendeckender Zusammenarbeit in dieser Konsequenz geleistet wurde, ist einmalig in Baden-Württemberg,“ bemerkte die Landrätin unter Beifall. Das Flächenangebot stehe allen Firmen im gesamten IHK-Bezirk Bodensee-Oberschwaben zur Verfügung und helfe mit, Drucksituationen von Unternehmen im mittleren Schussental und Bodenseebereich zu entspannen.

Smalltalk: Mengens Bürgermeister Stefan Bubeck mit dem Ex-Bürgermeister von Leibertingen, Heinrich Güntner.
Smalltalk: Mengens Bürgermeister Stefan Bubeck mit dem Ex-Bürgermeister von Leibertingen, Heinrich Güntner. | Bild: Jürgen Witt

Wesentliche Voraussetzung für Investitionsentscheidungen sei das schnelle Internet, betonte die Landrätin: „Daran arbeiten wir. Das aktuelle Glasfasernetz der BLS ist bereits 215 Kilometer lang. Weitere 145 Kilometer befinden sich im Bau und 151 Kilometer bereits in Planung“, sagte Bürkle. Das Basisnetz der Telekommunikation stehe. Jetzt gehe es darum, jede Firma und jedes Wohngebiet zu erschließen. Dankbar äußerte sie sich gegenüber den BLS-Vertretern – Bürgermeister Arne Zwick, Geschäftsführer Bernt Aßfalg und Andreas Gräfe.

„Da dieser Ausbau in den nächsten Jahren Millionenbeträge verschlingen wird, ist es wichtig, einen guten Zugang auch zur Förderbehörde im Innenministerium zu haben,“ wies die Landrätin auf die Einladung an den Digitalisierungsminister des Landes, Thomas Strobl, nach Sauldorf-Krumbach zur Firma Stecher hin, um die Notwendigkeit des schnellen Internets für ländliche Landkreise zu verdeutlichen. Offenbar mit Erfolg: Denn nach den aktuell dem SÜDKURIER vorliegenden Zahlen liegt die Breitbandförderung des Landes im Jahr 2017 für 17 Projekte im Kreis bei 2,2 Millionen Euro.

 

Auszeichnungen

Landrätin Stefanie Bürkle hat bei ihrer Neujahrsansprache herausragende Besonderheiten im Kreis aufgezeigt:

  • Tierschutzpreis: Ausgezeichnet wurden Josef und Sheila Heinzler aus Pfullendorf-Großstadelhofen. Sie haben ihren Geflügelbetrieb auf Bio-Puten und Weidegänse spezialisiert, bei dem sich die Tiere auf über fünf Hektar Auslauffläche frei bewegen können.
  • Bürgerbus: Bürgerschaftliches Engagement von Menschen aus Pfullendorf und Ostrach im Ehrenamt haben für innerörtliche Mobilität und damit für ein hohes Maß an Lebensqualität im ländlichen Raum gesorgt. Der Pfullendorfer Bürgerbus stellt sich mit 19 000 beförderten Fahrgästen 2017 als Erfolgsmodell dar.
  • Musikfest Ablach: Das Kreismusikfest 2017 mit 3200 Gästen und 2300 Musikern aus 45 Blasmusikkapellen war sehr gelungen. Die Organisatoren um Patrik Holl und Matthias Fink erwiesen sich mit 350 Helfern aus allen Krauchenwieser Ortseilen als perfekte Gastgeber. (jüw)

 

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