Kreis Sigmaringen IG Bau fordert klares Bekenntnis zum Meisterbrief

Dieser Titel soll in Handwerksberufen geschützt werden, dazu wünscht die Gewerkschaft klare Aussagen von den Bundestagskandidaten. Die EU-Kommission plant nämlich, die Standards in diesen Berufen abzubauen.

Qualität im Handwerk sichern: Ein „klares Bekenntnis zum Meisterbrief“ fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) von den Bundestagskandidaten im Landkreis Sigmaringen. Hintergrund sind Pläne der EU-Kommission: Sie will die Zugangsvoraussetzungen in Handwerksberufen europaweit angleichen. Darunter würden Qualität und Ausbildung leiden, befürchtet IG Bau-Regionalleiter Andreas Harnack laut Mitteilung.

Meisterbetriebe im Landkreis wären besonders betroffen. „Wohin der Abbau von Standards führen kann, zeigt sich im Fliesenlegerhandwerk“, so Harnack. Mit der Novelle der Handwerksordnung 2004 wurde hier die Meisterpflicht abgeschafft. Seitdem ist die Zahl der Fliesenleger-Betriebe im Bereich der Handwerkskammer Reutlingen von 237 auf 685 im Vorjahr angestiegen – ein Zuwachs von 189 Prozent. „Immer mehr Ein-Mann-Betriebe buhlen um Aufträge. Qualität und Ausbildung bleiben aber oft auf der Strecke“, kritisiert der Gewerkschafter. Handwerksmeister seien die tragende Säule der Ausbildung. Neue Zahlen der Kammer nennt Harnack „beunruhigend“: Lediglich 55 bestandene Meisterprüfungen im Bau- und Ausbaugewerbe zählte die Handwerkskammer 2016.

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