Sigmaringen CDU führt Strukturdebatte bei Klausurtagung

Christdemokraten beschäftigen sich mit Verkehr auf Schiene und Straße im Landkreis

Kreis Sigmaringen – Auf Einladung des CDU-Kreisvorsitzenden Klaus Burger hatten sich die Christdemokraten laut Presseerklärung bei einer Klausurtagung mit dem Thema Schiene und Verkehr im Kreis Sigmaringen beschäftigt. Neben Mitgliedern des CDU-Kreisvorstands wirkten auch Bürgermeister und Gemeinderäte aus dem ganzen Landkreis mit. „Wir dürfen nicht aufhören uns anzustrengen – auch wenn es um Verbesserungen bei der Verkehrsinfrastruktur geht -, denn Wohlstand zu bewahren ist noch schwerer, als ihn zu erwerben“, sagte Klaus Burger.

Gerhard Schnaitmann, ehemaliger Qualitätsmanager in der Nahverkehrsgesellschaft NVBW, gab einen Einblick in die Netzqualität und Ertüchtigung des Schienennetzes. „Wenn man sich den Ausbau des Netzes in Baden-Würrtemberg von Westen nach Osten anschaut, hat der Osten eindeutig Nachholbedarf“, konstatierte Schnaitmann. Gründe für die schlechte Infrastruktur seien Streckenstilllegungen, Reduzierungen der Haltestellen, ungünstige Taktungen und auch fehlende kostengünstige Tarife in der Vergangenheit gewesen. Das Angebot sei zwar seit 1990 wieder deutlich verbessert worden (so der Stunden-Takt von Sigmaringen nach Ulm bis Mitternacht), allerdings sei ein weiterer Entwicklungs- und Investitionsschub ins Netz notwendig. Hier müssten entsprechende Landesprogramme aufgelegt werden. „Wenn wir wollen, dass die Menschen das Auto stehen lassen und damit die Natur von Emissionen entlasten, dann müssen wir das Angebot auf der Schiene deutlich ertüchtigen“, betonte Klaus Burger.

Der Direktor des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben, Wilfried Franke, ging auf die Elektrifizierung der Südbahn ein: „Wir befinden uns mitten im Dieselloch, trotz der wirtschaftlich stärksten Region“. Nur durch die Bündelung der Kräfte der Region auf Kommunalebene und dem Risiko in planerische Vorleistungen zu gehen, sei es gelungen, das Projekt mit etwa 250 Millionen Euro genehmigt zu bekommen.

Beim Thema Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), für das der Kreis zuständig ist, gab Landrätin Stefanie Bürkle einen Überblick über die Umsetzung der europäischen Vorgaben zur Barrierefreiheit. Es werde momentan ein Kataster für 600 Haltestelle und 1150 Haltepunkte im Kreis erstellt. Nach der Geocodierung und Fotodokumentation werde es eine Priorisierungsphase geben. Danach sei klar, welche Maßnahmen bis 2022 umgesetzt werden müssten.

Beim Sachstandsbericht zur Bundesstraße 311 verwies Klaus Burger darauf, dass das Wichtigste jetzt sei, dass mit den Planungen begonnen werden könne. Im Verfahren würde eine Abwägung der Trassenführung erfolgen und eine Verifizierung vorgenommen.

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