Krauchenwies Der Feuerwehr-Nachwuchs erlebt aufregende Zeltlagertage

Zeltlager der Kreisjugendfeuewehr in Bittelschieß mit 420 Teilnehmern. Workshops, Unwetterevakurierung und Lagerolympiade sorgen für viel Spannung und Unterhaltung.

Gestern ging das 28. Zeltlager der Jugendfeuerwehren im Landkreis Sigmaringen zu Ende. Insgesamt 420 Nachwuchsfeuerwehrleute und ihre Betreuer erlebten spannende Tage. Über 140 Helfer aus allen Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Krauchenwies sorgten eifrig für die Teilnehmer. Dabei feiert die Wehr selbst 25 Jahre Jugendfeuerwehr Bittelschieß und 40 Jahre Jugendfeuerwehr Krauchenwies.

Erstmals wurde beim diesjährigen Zeltlager der Familientag bereits von Sonntag auf Donnerstag vorgezogen. 200 zusätzliche Gäste hatten sich dazu angemeldet. "Die Eltern lernen so besser das Lagerleben kennen", beschreibt es Matthias Sauer, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart.

Nach der offiziellen Eröffnung am Mittwochabend machte sich der Feuerwehrnachwuchs nach Einbruch der Dunkelheit zu einer Nachtwanderung mit auf "eine große Geisterbahnfahrt", wie Herbert Klawitter vom Organisationsteam verriet. Am Donnerstag, dem Familientag, stellten sich die Teilnehmer in zwei Altersgruppen in Mannschaften bis fünf Personen den vier Stationen der Highland Games mit Baumstumpfwerfen, Maßkrughalten, Eierlauf und Leinenbeutelwurf. Zweimal wurden die Teilnehmer aufgrund der Unwetter evakuiert – der SÜDKURIER berichtete darüber.

Am Freitag wurde das Zeltlager planmäßig mit diversen Workshops fortgesetzt. Die Workshops gingen von der Besichtigung einer Biogasanlage mit Milchviehstall, Bogenschießen, Erste-Hilfe-Kurs, Bau eines Lagerturms, Gestaltung des Abschlussgottesdienstes, Mixen von alkoholfreien Cocktails, Klettern bis hin zu Informationen zu Bundestagswahl und mehr. Parallel wurde die "Jugendflamme", das Ausbildungsabzeichen der Jugendfeuerwehren abgenommen.

Gustavo Wagner, Jugendfeuerwehrwart Krauchenwies und Hauptorganisator des diesjährigen Zeltlagers der Kreisjugendfeuerwehr Sigmaringen. "Die einjährige Organisation ging auf. Es waren fünf aufregende Tage, die hoffentlich keiner der Jugendlichen vergisst."
Gustavo Wagner, Jugendfeuerwehrwart Krauchenwies und Hauptorganisator des diesjährigen Zeltlagers der Kreisjugendfeuerwehr Sigmaringen. "Die einjährige Organisation ging auf. Es waren fünf aufregende Tage, die hoffentlich keiner der Jugendlichen vergisst."

24 Teilnehmer ab 16 Jahren stellten sich der Herausforderung des Haik, einem Orientierungslauf. Um fünf Uhr morgens wurden die Jugendlichen in Sechsergruppen rund 25 Kilometer vom Zeltlager entfernt abgesetzt. Sie erhielten mit einen Euro als Notgroschen, mussten sich verschiedenen Aufgaben stellen, und zurück ins Zeltlager finden – selbstverständlich gänzlich ohne Handy und Navigationsgerät.
 

Zwölf-Kilometer-Parcours

Am Samstag trat der Feuerwehrnachwuchs zur Lagerolympiade an. Jede Wehr war motiviert, den Sieg für die eigene Jugendfeuerwehr zu holen. Groß und Klein mussten hierbei zusammenarbeiten, um die Aufgaben auf dem Zwölf-Kilometer-Parcours mit vielen Steigungen durch Wald und Flur zwischen Bittelschieß, Krauchenwies und Göggingen zu lösen. Hier waren unter anderem Treffsicherheit gefragt, die Zusammenarbeit im Team, Feuerwehrknoten wurden gebunden, eine Saugleitung gekoppelt, ein Berg Socken paarweise zusammensortiert, ein Tennisball nur durch den Luftdruck mittels Aufschlagen eines Laubrechens auf dem Boden weiterbefördert. An den jeweiligen Stationen füllten die Teilnehmer ihre Wasserflaschen wieder auf. Es blieb auch Zeit für ein Picknick, denn jeder "Olympionike" hatte ein Lunchpaket mitbekommen.

Hier bringt die gute Zusammenarbeit im Team Punkte. Die Jugendfeuerwehr Schwenningen bringt ihr Teammitglied Bastian (Mitte) ohne Berührung der Seile durch das engmaschig Spinnennetz. Bilder: Sandra Häusler
Hier bringt die gute Zusammenarbeit im Team Punkte. Die Jugendfeuerwehr Schwenningen bringt ihr Teammitglied Bastian (Mitte) ohne Berührung der Seile durch das engmaschig Spinnennetz. Bilder: Sandra Häusler

Die Sieger wurden am Abend vor der Disco gekürt. Der Abschlussgottesdienst am Sonntagmorgen wurde von Pfarrer Markus Moser zelebriert und war vom Gemeindereferenten Thomas Haueisen mit den Teilnehmern des Zeltlagers in einem Workshop gestaltet worden.

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