Herdwangen-Schönach Seniorenwohnanlage wird abgespeckt

Abgespeckte Pläne für die Seniorenwohnanlage Voglerhof in Herdwangen-Schönach hat Architekt Joachim Dreher im Gemeinderat vorgestellt. Durch Reduzierung der Fläche sollen Kosten eingespart werden. Die Wohnungen werden jedoch in der ursprünglich geplanten Größe gebaut werden.

Herdwangen-Schönach – Die überarbeitete Planung für die Seniorenwohnanlage am Voglerhof hat Architekt Joachim Dreher am Dienstag bei der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause vorgestellt. Das Konstanzer Architekturbüro Schaudt hatte den Wettbewerb im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung mit fünf Beteiligten für sich entschieden. Das Büro wurde im Nachgang beauftragt, Vorschläge zur Kosteneinsparung zu machen. Dies soll durch Reduzierung der Flächen bei den einzelnen Gebäuden realisiert werden. Stadtplaner und Projektbegleiter Roland Groß machte klar: „Das Projekt leidet nicht unter der Komprimierung.“

Joachim Dreher erläuterte dem Gremium, wo sich etwas ändert. Durch Wegfall eines Treppenhauses und Schrumpfung allgemeiner Flächen können beim ambulant betreuten Wohnen 19 Prozent der Fläche eingespart werden, im Bereich Tiefgarage sind es 17 Prozent und beim Dienstleistungs- und Gewerbekomplex 27 Prozent. „Hier schrumpft die Fläche von 365 auf 280 Quadratmeter und statt vier haben wir nun drei Einheiten“, erklärte der Planer. Da bei den Wohnungen auf die ursprünglich geplanten eingezogenen Loggien zugunsten von vorgestellten Balkonen verzichtet wird, verkleinern sich die Wohnungen als solche nicht. Fläche, die durch Loggien verloren gegangen wäre, wird im überarbeiteten Entwurf den Zimmern zugeschlagen. FW-Gemeinderat Gislar Klaiber kritisierte: „Die vorgesetzten Balkone sind optisch nicht schön.“

Durch Verschiebung des Baukörpers Mehrgenerationenhaus können sechs neue Stellplätze gewonnen werden, davon zwei Behindertenstellplätze. Vor dem zukünftigen Dienstleistungsgebäude sind vier Kurzzeitparkplätze angedacht. CDU-Gemeinderat Gerhard Braun war beruhigt zu hören, dass die Parkplätze über der Mindestgröße liegen. Gerade ältere Menschen seien froh, wenn sie sich nicht in eine zu enge Lücke quälen müssten.

Die Flächenreduktion fand die Zustimmung des Gremiums, jedoch nicht die Anordnung der Parkplätze und das Spitzdach des öffentlichen Mehrzweckgebäudes, der Begegnungsstätte. Darunter sollen ein teilbarer Saal mit Foyer, Bürgerbüro, Verteilerküche, Gerätelager, Abstellraum und WC-Anlagen entstehen. Den einen war der First zu hoch, die Neigung zu steil und das Ganze zu voluminös. FW-Rat Sebastian Blender urteilte: „Das geht gar nicht!“ Andere wiederum fanden den Ansatz gar nicht verkehrt. „Das passt“, meinte Frieder Kammerer (CDU). Auch Berthold Baumann (FW) lobte: „Das ist ein Eyecatcher!“ Projektbegleiter Groß sah es ähnlich: „Die prägnante Dachform verdeutlicht, dass es sich um ein besonderes Gebäude handelt.“

In der nächsten Gemeinderatssitzung soll Joachim Dreher neue Dachvarianten präsentieren. Bürgermeister Ralph Gerster wies darauf hin, dass der Antrag für einen Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum bis 20. Oktober gestellt sein müsse, wolle man nicht ein weiteres Jahr warten.

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