Herdwangen-Schönach Neue Ausstellung in der Kunsthalle Kleinschönach

In der Kunsthalle Kleinschönach findet vom 11. bis zum 26. April eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Goetheanismus und die bildende Kunst“ statt

In der Kunsthalle Kleinschönach findet vom 11. bis zum 26. April eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Goetheanismus und die bildende Kunst“ statt, informieren die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Anlass ist die Ausstellung „Goetheanismus aus Sicht der bildenden Kunst“. In anschaulicher Form werden dabei auf knapp 50 Schautafeln wesentliche Aspekte zum Thema Goetheanismus dargestellt. Axel Schliwa hat sich über zwei Jahre dieser Arbeit gewidmet, die im Anschluss in Form einer Wanderausstellung an weiteren Orten zu sehen sein wird. Der Werk- und Kunstlehrer aus Wahlwies stellte seine Konzeption vor geraumer Zeit den Künstlern der Kleinkunsthalle vor, erzählt Robert Steward im Gespräch mit dem SÜDKURIER, wie diese besondere Thematik nach Kleinschönach gelangte. Steward ist einer von zwölf Künstlern, die in der ehemaligen Strickwarenfabrik eine Ateliergemeinschaft für Kunst und Kunsthandwerk bilden. Gastkünstler können dort auf Anfrage für kürzere Zeiträume arbeiten. Veranstaltungen, Ausstellungen, Kurse für Erwachsene und Kinder sind Teil der Aufgabe des Vereins „man müsste ateliers hinterlassen können”, der im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet wurde, Räume für Kunst zu schaffen und zu erhalten.

Seine Kollegin, die Fotografin Isabel Meyer freut sich auf die neue Ausstellung über den „Geotheanismus“. Auch sie war der Konzeptvorstellung von Axel Schliwa angetan. Im Vergleich zu anderen Publikationen stehe hier die Vermittlung eines Zuganges über das ästhetische Erleben im Vordergrund und weniger ein Versuch des Nachweises wissenschaftlicher Berechtigung der goetheanistischen Betrachtungsweise. Den Künstlern der Ateliergemeinschaft bot sich nach eigenen Angaben durch diesen Impuls die Gelegenheit, die eigene Arbeit auf Elemente goetheanistischer Herangehensweise zu untersuchen. „Wir laden alle Kunstinteressierten ein, unsere Arbeit vor dem Hintergrund und im Dialog mit den Schautafeln zu erleben“, hoffen Steward und Meyer auf viele Besucher. Goetheanismus ist eine in der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik gebräuchliche Bezeichnung für eine ganzheitlich orientierte Wissenschaftsmethodik, die als Grundlage die naturwissenschaftlichen Arbeiten von Johann Wolfgang von Goethes hat. Anders als herkömmliche wissenschaftliche Verfahren sieht der Geotheanismus von der Verwendung künstlicher Messgeräte und quantitativer Auswertungen weitgehend ab und ist in seiner Zielsetzung frei von spekulativen Elementen, Hypothesen und Modellvorstellungen.

Auftakt ist am kommenden Samstag, 11. April, um 18.30 Uhr, mit der Filmpremiere von „Zeige deine Wunde – Kunst und Spiritualität bei Joseph Beuys“ von Regisseur Rüdiger Sünner. Der Filmemacher steht im Anschluss für eine Gesprächsrunde Rede und Antwort. Auch wenn das forschende Betrachten der Natur in Beuys' Werk vielleicht nicht im Zentrum des Films steht, so ist ihm doch ein Anliegen, dessen feine Wahrnehmung der seelischen Verletzlichkeit des Menschen sichtbar werden zu lassen. Die Ausstellung wird am Sonntag, 12. April, 11 Uhr, mit begleitender Diaschau und Gesprächen eröffnet.

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