Herdwangen-Schönach Bürgerball: Eine Halle voller Narren bei den Herdwanger Eselohren

Mit Klostertaler Geri und abwechslungsreichem Bühnenprogramm feiern die Herdwanger Eselohren einen närrischen Abend

Schon bevor das Bühnenprogramm des Narrenvereins Herdwanger Eselohren startete, war die Stimmung großartig. Geri, der Klostertaler, heizte den Gästen in der vollen Bundschuhhalle zum Bürgerball ein. Als „verrücktes Multitalent“, wie er es auf seinem Plakat geschrieben hatte, griff er immer wieder in die instrumentale „Trickkiste“ und überraschte mit Soli auf Saxofon und Alphorn. Selbst ein Didgeridoo hatte er bei seinen Stücken eingebaut und spielte eine leidenschaftliche Passage auf dem Dudelsack. Der Ex-Klostertaler jodelte und sang mit den Gästen zusammen Ohrwürmer, die beliebtesten Schlager der vergangenen Jahrzehnte und Stimmungshits, zu denen getanzt und mitgeklatscht wurde.
 

Dass Geri bereits zum zweiten Mal zur Fasnets-Party kam, war Manuela Martin zu verdanken. „Sie ist ein Fan von ihm und hat alles ins Rollen gebracht“, erklärte Hubert Baur vom Vorstandsteam des Narrenvereins, der Moderator des Abends. Dabei wurde er von Rainer Schmid unterstützt. Das Motto des Abends lautete „Älter werden“ – in Bezug zum aktuellen Seniorenkonzept der Gemeinde. Schmid und Baur witzelten, dass im Ort neben der Festhalle ein Seniorenheim gebaut werden solle, womit dann zukünftig die Partys um 22 Uhr beendet sein dürften. Aber die beiden haben sich schon Lösungen überlegt: „Die nächste Veranstaltung wird in Pantomime vorgeführt.“ Und für Konzerte hatten sie ebenfalls eine Idee parat: „Musik wird nur noch auf Papierinstrumenten gemacht.“ Jubel, Pfiffe und großen Applaus erhielten sie für ihre Vorschlägen.

Geschichtenerzähler Konrad Jäger erinnerte an den Flüsterfuchs, den die Kinder bereits im Kindergarten kennenlernen. Zusammen mit dem Überraschungsgast Rainer „Bonsai“ Brehm vom Musikverein Herdwangen trällerte er den Ohrwurm zum Flüsterfuchs und studierte mit dem Publikum das Handzeichen für das Tier ein. Doch vorher wurde über Jägers Auftritt erst lauthals gelacht. Geschichten aus dem Alltag erzählte er und gab preis, weshalb seine Ehe nach 23 Jahren noch immer intakt sei: „Was muss eine Frau tragen, um nach so langer Zeit noch attraktiv zu sein?“ Er spannte das Publikum nicht lange auf die Folter: „Einen Kasten Bier!“ Schallendes Gelächter.

Klaus Rainer nahm seine Gäste mit und schilderte, wie er sich zurecht machte, um abends auszugehen. Als er seine Jugendliebe traf, begrüßte er sie singend mit „Hello again“ und führte seine Erzählung zu seinem spannenden Abend weiter mit Schlagertiteln fort. In einer Parodie trug die Busfahrerin Tamara Bischoffberger vor, wie es zuginge, wenn der Narrenverein mit der Schnellergilde auf Tour geht. Anschließend zeigten die Männer Bein. Das Männer-Ballett unter der Leitung von Silke Vogler hüpfte in schwarz-weiß über die Bühne. Vor dem großen Finale zeigten sich Heidi Weh, Angelina Specker, Susanne Joos, Sonja Braun, Nadine Vogler, Sabine Moser, Linda Kelly und Matthias Stadler anmutig als Schwäne im Tütü zu Tschaikowskys Schwanensee. Danach wurde mit Geri, dem Klostertaler, noch bis in die Nacht hinein weitergefeiert.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Mehr zum Thema
Fastnacht in der Region Linzgau-Zollern-Alb: Tausende Narren in der Region Linzgau-Zollern-Alb machen jedes Jahr während der fünften Jahreszeit die Straßen unsicher. Alle Berichte und Bilder zur Fastnacht in der Region finden Sie im närrischen Online-Dossier.
Herbstliche Weine vom Bodensee
Neu aus diesem Ressort
Herdwangen-Schönach
Herwangen-Schönach
Herdwangen-Schönach
Herdwangen-Schönach
Herdwangen-Schönach
Herdwangen-Schönach
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren