Buchheim Arbeiten am Kalksteinwerk: Bürger fürchten Lärm

150 Zuhörer haben sich im Rahem einer Bürgerversammlung in Buchheim über die Wiederaufnahme der Arbeiten am Kalksteinwerk informiert. Fachleute haben Pläne und Gutachten vorgestellt.

Die geplante Wiederaufnahme der Arbeiten im Kalksteinwerk und die Erweiterungspläne für das Werk sind Thema einer Bürgerversammlung im Buchheimer Bürgerhaus gewesen. Unter den mehr als 150 Zuhörern war auch eine Abordnung der Bürgerinitiative Worndorf. Die Bürger beider Gemeinden befürchten vor allem bei Sprengungen und beim Abtransport des Materials eine erhöhte Lärmbelästigung.

Zwei Fachbüros standen Rede und Antwort. Vorgesehen ist, dass im Kalksteinwerk im Sommer oder Herbst 2015 mit dem Abbau begonnen wird. Andreas Drewing, Geschäftsführer des Kalksteinwerks, stellte die Erweiterungspläne vor. Der Antrag für die Wiederaufnahme des Schotterwerks wurde noch nicht gestellt, soll aber in den nächsten Wochen beim Landratsamt Tuttlingen abgeben werden. Nach zahlreichen Erkundungen und Erhebungen seit dem Jahr 2000 habe man grünes Licht erhalten, da das Werk für die Rohstoffvorratsicherung wichtig sei, wie Drewing erläuterte.

Diplom-Geologe Axel Dörr stellte seinen Plan vor. Das ehemalige Kalksteinwerk mit nahezu zwei Hektar soll um über sechs Hektar erweitert werden. Zur Lagerung von Material, das nicht in den Verkauf geht, benötigt man eineinhalb Hektar. Für den Abtransport muss eine Waage eingebaut werden, hinzu kommen Lagerflächen für Kalkschotter. Eingeplant sind hierzu weitere zwei Hektar.

Das Schotterwerk ist vom Friedhof 625 Meter entfernt, zum Stockackerhof sind es 950 Meter und nach Worndorf 1,2 Kilometer, zählte Dörr auf. Er berichtet von drei geplanten Abbaustufen. Zunächst starte man im Norden, dann werde im Süden abgebaut, in der dritten Stufe gehe es in die Tiefe, zunächst 20 bis zu 40 Meter. Das Werk plane den Abbau über 20 Jahre.

Über die Immissionsrichtwerte gab Ingenieur Jürgen Hermann von der Dekra Aufschluss. Man habe für das Gutachten die Lärmbelastung gemessen, die für Anwohner am Ortsrand von Buchheim und Worndorf entstehen. Mit 40 bis zu maximal 60 Dezibel liege man weit unter dem Grenzwert von 80.

In der regen Diskussion ging es vor allem um Sprengungen: Sie werden zwei bis drei Mal die Woche durchgeführt. Die Regelbetriebszeit des Werks ist von 7 bis 18 Uhr festgelegt. An 15 Samstagen ist der Betrieb vormittags offen. Peter Längle, der den Abbau leiten wird, stellte sich kurz vor.

Bürgermeister Hans Peter Fritz kritisierte das Vorgehen der Bürgerinitiative Worndorf. Sie will die Wiederaufnahme des Betriebs verhindern. Es sei falsch gewesen, dass sie ihre Meinung gleich bei den Behörden vorgelegt hätten. Fritz sagte: „Wir müssen künftig miteinander reden.“

Ihre Meinung ist uns wichtig
Herbstliche Weine vom Bodensee
Neu aus diesem Ressort
Buchheim
Buchheim
Buchheim
Buchheim
Meßkirch
Buchheim
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren