Beuron Wanderreiten im Donautal: Platz für Pferd, Hund und Reiter

Wanderreiten braucht eine besondere Infrastruktur und wir zeigen, wo Pferd und Reiter unterkommen – auf Anfrage auch mit Hund. Das Naturparkgebiet "Oberes Donautal" punktet aber auch mit Satteldecken und ist Heimat für Westernreiter.

Es gibt mehrere Arten, das Donautal und seine direkte Umgebung kennenzulernen – zu Fuß, per Fahrrad oder vom Pferdesattel aus. Als Unterabteilung des Naturparkvereins Obere Donau bemüht sich die Interessengemeinschaft "Wanderreitstationen im Oberen Donautal", die notwendige Infrastruktur für das Wanderreiten im Naturparkgebiet zu schaffen. In dieser Woche sind Kirsten Schille und Adele Nalik von der IG zum ersten Mal bei der "Americana" in Augsburg vertreten, um dort sechs Tage lang für das Wanderreiten im Naturparkgebiet zu werben. Gleichzeitig machen die beiden Frauen Werbung für ein spezielles Produkt aus dem Naturpark – die Satteldecken aus Wollfilz.

Messebesuche gehören für die engagierten Pferdefreunde vom Naturparkverein bereits seit Jahren zur Pflichtagenda. Kirsten Schille: "Wir sind alle zwei Jahre bei der Messe Pferd Bodensee." Jetzt wenden sie sich bei der "Americana" an eine neue Zielgruppe. Die Westernreiter haben nicht nur eine völlig andere Reitart als die Europäer, die "englisch" reiten. Sondern sie sind auch anders vernetzt. Deshalb hoffen die beiden Frauen, bei der Messe in Augsburg neue Gäste für das Naturparkgebiet gewinnen zu können.

Western und Sattel sind Thema

Ganz neu sind die Beuroner in der Western-Szene dennoch nicht. Denn seit einigen Jahren sind die von Adele Nalik gefertigten Satteldecken aus Wollfilz auch bei Westernreitern ein gefragtes Produkt. Für diese Satteldecken wiederum wird nur die Wolle von Schafen aus dem Naturparkgebiet verwertet. Gesucht sind also sowohl neue Kunden für die Satteldecken, als auch neue Wanderreitgäste.

Wanderreiter, egal ob englisch oder Western, brauchen eine besondere Infrastruktur. Wenn Reiter und Pferde abends nicht in den heimatlichen Stall zurückkehren können, brauchen Pferde einen Ersatzstall und die Reiter, wenn sie nicht das Zelt vorziehen, ein bequemes Bett. Genau das wird Mensch und Tier in den augenblicklich vorhandenen neun Wanderreitstationen geboten.

Reiter wandern anders

Eine dieser Stationen betreibt Marko Glocker in Leibertingen-Kreenheinstetten. Bei Glocker finden nicht nur bis zu zehn Pferde im Stall oder auf den Weidepaddocks Platz. Für die Reiter stehen in einem extra errichteten Holzhaus bis zu sechs Betten zur Verfügung. Glocker berichtet von zwei Arten von Wanderreitern: "Die einen kommen mit ihren Pferden hierher, bleiben einige Tage hier und machen von hier aus Ausflüge in die Region." Die andere Gruppe reitet von Wanderreitstation zu Wanderreitstation und lernt somit die Gegend kennen. Der Hochsommer sei wegen seiner Hitze bei den Wanderreitern weniger beliebt als das späte Frühjahr oder der beginnende Herbst. Besonders bei Schweizer Reitern entwickelt sich nach den Beobachtungen von Glocker das Naturparkgebiet zu einem Geheimtipp. Glocker: "Hier gibt es weitaus weniger Einschränkungen für das Reiten im Gelände als in der Eidgenossenschaft."

Stationen

Die Wanderreitstationen im Naturparkgebiet sind von Westen nach Osten folgende: Platz für Pferd und Reiter gibt es bei Hans Villing in Böttingen, Nicole Bölle in Mühlheim-Stetten, Holger und Tamara Gerst in Neuhausen, Birgit Haselmaier in Irndorf, Dieter und Karin Martin in Buchheim, Marko Glocker in Kreenheinstetten, auf dem Brigel-Hof in Langenhart und dem Tipihof in Sauldorf. Auf Anfrage können bei allen Stationen auch Hunde mitgebracht werden. Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter www.pferdeurlaub-bw.de und www.naturpark-obere-donau.de.

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