Es sah nach einem Haufen Schrott aus, was sich die Firma Ljubetic, Zimmereibetrieb in Volkertshausen, da aus Bankholzen geholt hatte. Aber nach vielen Stunden Arbeit läuft das fast 100 Jahre alte Sägegatter wieder wie eh und je.

Es sieht auf den ersten Blick wie ein Haufen Schrott aus, es sind aber wichtige Zubehörteile für das Sägegatter: die Schlitter für die Zuführung und die Entnahme des gesägten Stammes.
Es sieht auf den ersten Blick wie ein Haufen Schrott aus, es sind aber wichtige Zubehörteile für das Sägegatter: die Schlitter für die Zuführung und die Entnahme des gesägten Stammes. | Bild: Günther Vasel

Am 7. August 2019 hatte die Firma Ljubetic bereits mit den Vorbereitungen begonnen.

Das Sägegatter ohne Zubehör wiegt immerhin 4,5 Tonnen, da ist ein anständiges Fundament gefordert: Fast 100 Kubikmeter Erdreich wurden im Industriegebiet Bärenloh ausgehoben. Die Zuganker erforderten eine Einbautiefe von 1,8 Meter. Dann folgten vier Tonnen Baustahl und rund 65 Kubikmeter Beton, die in die geschalte Form eingebracht wurden. Nach dem Aushärten war der erste Arbeitsabschnitt vollbracht.

Millimetergenaue Ausrichtung

Um die beim Sägen auftretenden enormen Kräfte zu bändigen, war nun die auf den Millimeter genaue Ausrichtung des Gatters und des Antriebes erforderlich. Die Gleisanlage für die Rundholz-Zubringung und den Abtransport nach dem Sägen wurde vermessen und eingebaut. Nun noch der Anschluss ans Stromnetz, und schon war die Säge fertig montiert.

Fachmann überprüft die Bauteile

Doch bevor der erste Baumstamm gesägt werden konnte, waren die Augen eines Fachmannes gefragt. Der Spezialist für Sägegatter, Johannes Joos aus Bodnegg, war zur Unterstützung angereist. Er überprüfte alle Bauteile und die mechanischen Einstellungen.

Dann konnte es losgehen: Mit Augenmaß wurde der erste Stamm den Sägeblättern zugeführt. Die Helfer waren begeistert, auch Chef Siegfried Ljubetic war mit der Qualität sehr zufrieden.

Die Qualität stimmt: Siegfried Ljubetic wirft einen Blick aus das erste Ergebnis und streicht prüfend über die Oberfläche.
Die Qualität stimmt: Siegfried Ljubetic wirft einen Blick aus das erste Ergebnis und streicht prüfend über die Oberfläche. | Bild: Günther Vasel

Jerome Ljubetic erzählte, dass die Fenster und die Tür des Betriebsraumes noch aus dem alten Sägewerk stammen. In dem Raum sind die Ersatz-Sägeblätter und Zusatzmaschinen untergebracht.

Bis zu sechs Personen haben nach Feierabend und an Samstagen geschuftet, alles in allem dürften etwa 700 Arbeitsstunden angefallen sein, so Jerome Ljubetic. Die Firma will allerdings nicht geschäftsmäßig sägen, sondern nur für den Eigenbedarf.

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