Rund 400 Tage im Amt und in einem neuen Aufgabengebiet: Marcus Röwer ist seit über einem Jahr Bürgermeister in Volkertshausen.

 

Herr Röwer, sind Sie schon in Volkertshausen angekommen?

Ja, wir fühlen uns sehr wohl und konnten gut Fuß fassen. Die alten Freundschaften haben wir natürlich nicht ganz aufgegeben, aber es tut sich viel. Wir sind ja schnell umgezogen und haben ein schönes Heim gefunden. Ein eigenes Haus mit Grün drum rum steht nach auf der Wunschliste.

Was tut sich beim Thema Baugebiete?

Die Erschließung Öhmdweg ist fertig, die Vermarktung der Grundstücke kommt gut voran. Die Meisten sind verkauft, der Rest ist reserviert. Da fehlt noch die notarielle Bestätigung. Volkertshausen hat nur eine kleine Gemarkung, da müssen wir behutsam mit den Flächen umgehen. Andererseits möchten wir aber auch bauwilligen Bürgern etwas anbieten können. Einige wenige Flächen haben wir ja noch.

Wie sieht es mit dem Straßenbau aus?

Da meinen Sie sicher den Ausbau der Kreisstraße vom Zentrum in Richtung Wichs. Der Ausbau war für dieses Jahr geplant, wurde aber aus finanziellen Gründen auf nächstes Jahr verschoben. Das ist uns als Gemeinde nicht ganz unrecht, denn ab Bordstein muss die Gemeinde die Sanierungskosten übernehmen. Das werden etwa 500.000 Euro sein. Wir planen weiter, denn wir wollen ja auch die Leerrohre für den Breitbandausbau mit verlegen.

Die Jugend wünscht sich einen Skate-Park. Konnten Sie Konkretes erreichen?

Wir haben noch keinen festen Standort festgelegt, sind aber auf dem Weg. Es freut mich außerordentlich, dass viele dazu durch Spenden beitragen. Junge Leute und auch Vereine tun etwas und stehen auch dahinter.

Thema Wohnen im Alter: Was wird mit dem Gelände Alte Wiesengrundhalle?

Ja, das hat der Gemeinderat thematisiert und ich bin dabei, verschiedene Optionen abzuklopfen. Da sind wir noch im Verfahren und es ist zu früh, um Pläne zu konkretisieren.

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Was hat sich für Sie persönlich geändert?

Es war ein schöner Anfang und ich genieße es sehr. Die Arbeit ist intensiver und anstrengender als bisher. Es ist mehr Verantwortung zu tragen und die Routinen sind anders. Im Rathaus-Team müssen wir uns nach 36 Jahren Alfred Mutter auch finden. Die Atmosphäre im Haus ist freundschaftlich, wir ziehen alle an einem Strang. Ich bin sehr selbstkritisch und noch nicht alle Dinge sind nach meinen Vorstellungen.