Notwendig, lange, und ausführlich wurde im Gemeinderat die Festsetzung des Benutzerentgelts für die Kindertageseinrichtung der Gemeinde diskutiert. Letztendlich wurde aber die Beschlussvorlage der Verwaltung beschlossen. Schon 2013 hatte der Gemeinderat beschlossen, sich bei der Festsetzung der Gebühren für die Kindertageseinrichtungen an die Empfehlungen der Träger, nämlich der Kirchen und kommunalen Landesverbände, anzuschließen. Diese Empfehlung wird vom Gemeindetag jedes Jahr bekanntgegeben. Kernpunkt ist, dass die Gemeinden eine Kostendeckung von 20 Prozent erreichen sollen. In Volkertshausen beträgt der Deckungsgrad im Kindergarten 15,5 Prozent und in der Kinderkrippe 19,8 Prozent. Die Empfehlung für 2022 beträgt eine Steigerung von 2,9 Prozent.

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Soweit zur Sachlage. Nun ist aber Corona- und krankheitsbedingt in Volkertshausen eine strengere Situation entstanden. Eine Vollzeitkraft fällt durch Krankheit inzwischen länger aus. Die Folge ist, dass die Leistungen in der Krippe nicht mehr voll erbracht werden können. Dass dann noch die Gebühren erhöht werden müssen, stößt einigen Eltern auf.

Moderat erhöht werden müssen die Elternbeiträge für Kindergarten und Kinderkrippe in Volkertshausen, wie der Gemeinderat beschloss.
Moderat erhöht werden müssen die Elternbeiträge für Kindergarten und Kinderkrippe in Volkertshausen, wie der Gemeinderat beschloss. | Bild: Günther Vasel

Kindergarten und Gemeinde versuchen wie bisher, die auftretenden Lücken zu schließen: Sei es, dass die Eltern gebeten werden, ihre Kinder etwas später in die Krippe zu bringen, was nicht immer möglich ist, oder dass am Morgen eine Art Auffanggruppe gebildet wird. In diese Auffanggruppe gehen die nie gleichzeitig eintreffenden Kinder zunächst rein, um dann etwas später in die regulären Gruppen zu wechseln.

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Verschiedene Argumente und Lösungen brachten die Ratsmitglieder ein. So könnten etwa die Kosten den veränderten Bedingungen angepasst werden oder die Kostenerhöhung könnte bis zur Bereinigung der Situation verschoben werden. Mehrheiten fanden sich aber für die verschiedenen Vorschläge nicht. Und auch eine Verschiebung des Themas auf einen späteren Termin wurde negativ beschieden. So wurde die Vorlage der Verwaltung schließlich beschlossen. Ab dem 1. Januar steigen die Beträge im Kindergarten für das erste Kind um 3 Euro auf 122 Euro, für das zweite Kind um 1,50 Euro auf 61 Euro und das dritte Kind bleibt wie bisher beitragsfrei. Die Beiträge in der Krippe steigen um 10 Euro auf 362 Euro fürs erste Kind, der Satz für das zweite Kind bleibt bei 122 Euro und das dritte Kind ist auch hier beitragsfrei.