Wie geht es weiter mit wichtigen Straßenbaumaßnahmen? Diese Frage beschäftigte die Gemeinderäte Volkertshausens in ihrer jüngsten Sitzung, und sie hatten Besuch: Daniel Schrodin, Amtsleiter der Straßenbaubehörde im Landratsamt, und seine Kollegin Sigrid Beck gingen auf den geplanten Radweg nach Schlatt und die Sanierung der Kreisstraße ein. Mit dabei war Andreas Baur vom gleichnamigen Planungsbüro.

Kein Anhängsel an bestehende Brücke

Knackpunkt des Radweges zwischen Schlatt und Volkertshausen ist die Autobahn. Umfangreiche Untersuchungen, den Radweg quasi an die vorhandene Brückenkonstruktion über die Autobahn anzuflanschen, stießen nicht nur auf statische Probleme. Die Brücke gehört dem Bund und dieser befürwortet den Ausbau der Brücke mit einem Radweg nicht. Somit kam nur der Neubau einer Brücke in Betracht.

Daniel Schrodin, Leiter des Straßenverkehrsamts: Wenn alle gut läuft, könnte der Ausbau des Radwegs im Jahr 2023 beginnen.
Daniel Schrodin, Leiter des Straßenverkehrsamts: Wenn alle gut läuft, könnte der Ausbau des Radwegs im Jahr 2023 beginnen. | Bild: Zoch, Thomas

Wirtschaftsweg wird ausgebaut

Die Planung sieht vor, vom Ortsausgang Schlatt neben der Straße in Richtung Volkertshausen den teilweise vorhandenen Wirtschaftsweg als Radweg auszubauen. Über die neu zu erstellende Brücke über die Autobahn ginge es dann auf gleicher Straßenseite weiter. Vor Volkertshausen soll es dann eine Querungshilfe zum sicheren Wechsel auf die andere Straßenseite. Da die Insel mitten in der Fahrbahn läge, würde auch der fließende Verkehr gebremst, erläuterte Planer Andreas Baur den Gemeinderäten. Diese Lösung könnte als Planfeststellungsverfahren bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Kosten: etwa 2,1 Millionen Euro

Die Kosten beliefen sich laut Daniel Schrodin auf rund 2,1 Millionen Euro – zur Aufteilung zwischen Singen, Mühlhausen-Ehingen und Volkertshausen vorgesehen. Wenn alle gut laufe, könnte die Realisierung 2023 erfolgen, sagte Schrodin im Gemeinderat.

Ein holpriger Flickenteppich ist die Ortsdurchfahrt Volkertshausen in Richtung Wiechs. So die Finanzen es hergeben, wird die Straße 2021 einem Vollausbau unterzogen.
Ein holpriger Flickenteppich ist die Ortsdurchfahrt Volkertshausen in Richtung Wiechs. So die Finanzen es hergeben, wird die Straße 2021 einem Vollausbau unterzogen. | Bild: Günther Vasel

Mehr als nur Straßensanierung

Ein lang gehegter Wunsch könnte bereits 2021 für Volkertshausen in Erfüllung gehen. Bis Ende dieses Jahres, sagte Planer Andreas Baur, soll die Entwurfsplanung fertig sein und dann die Ausschreibung erfolgen. Dann werde die Kreisstraße vom Sternen bis zum Friedhof saniert. Es sei ein Vollausbau vorgesehen – nicht nur die Straßendecke werde erneuert, sondern nach Erfordernis auch die Versorgungs-und Entsorgungsleitungen in der Straße und im Gehweg. Neben dem funktionellen Ausbau soll der Straßenzug auch gestaltet werden. „Wir wollen etwas Schönes schaffen“, betonte Baur.

Auch Gemeinde muss bezahlen

Vorbehaltlich der Haushaltsplanung und der Genehmigung, erklärte Amtsleiter Daniel Schrodin, soll der Ausbau kommendes Jahr beginnen. Die Kosten der Sanierung trägt der Kreis, für die Gemeinde bleiben allerdings die Kosten für die Gehwege und damit verbundener Leistungen: immerhin rund 500.000 Euro. Wie es nach dem Friedhof in Richtung Wiechs weiter gehe, fragte CDU-Gemeinderat Rainer Kenzler? Auch hier sei die Erneuerung der Fahrbahndecke bis zur Autobahnunterführung für 2021 geplant, sagte Daniel Schrodin.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €