Der Gemeinderat von Volkertshausen hat bei seiner jüngsten Sitzung einen Blick zurück auf das Haushaltsjahr 2019 geworfen. Da Christine Wikenhauser, Leiterin der Volkertshauser Finanzverwaltung, zurzeit im Erziehungsurlaub ist, übernahm Daniel Enderle, Kämmerer von Aach, die Aufgabe, dem Rat die Feststellung der Jahresrechnung 2019 sowie die Feststellung des gebührenrechtlichen Ergebnisses 2018 der Abfallbeseitigung und der Wasserversorgung vorzutragen.

Enderle erklärte, die Abwasserbeseitigung und die Müllentsorgung schlössen zwar mit einem leichten Defizit ab, es handle sich aber um keine gravierende Unterdeckung. Der Gemeinderat beschloss die Feststellung daher einstimmig.

Strengere Haushaltspolitik

Das Haushaltsvolumen 2019 betrug im Ergebnis rund 12.310.000 Euro und lag damit fast um eine Million Euro höher als geplant. Zudem musste ein Kredit in Höhe von 300.000 Euro aufgenommen werden.

Daniel Enderle riet der Verwaltung zu einer strengen Haushaltspolitik. Zwar sei das Haushaltsjahr 2019 eher positiv zu bewerten, aber die Steuerausfälle durch die Corona-Pandemie würden die Gemeinde dazu zwingen, Investitionen und laufende Aufwendungen genau zu betrachten, so der Kämmerer. Auch hier konnte der Gemeinderat nach angeregter Diskussion den Beschluss fassen.

Kein Beschluss zu Ganztagsbetreuung

Keinen Beschluss gab es dagegen zum Thema Ausgestaltung des Ganztagsbereichs der Grundschule. War das Ganztageskonzept bisher in einem Umfang von vier Tagen zu je acht Stunden geregelt, soll der Umfang jetzt auf drei Tage zu je sieben Stunden geändert werden. Die Teilnehmerzahlen und die Finanzierung weiterer Betreuung konnte in der Gemeinderatssitzung nicht geklärt werden. Nach weiteren Recherchen wird über dieses Thema nochmals beraten werden.

Beschlossen wurden auch die neuen Richtlinien zur Vermietung des Bürgerzentrums Alte Kirche. Danach können nur noch Bürger der Gemeinde die Räumlichkeiten anmieten, und zwar: örtliche Vereine, volljährige Einwohner mit Hauptwohnsitz in Volkertshausen, frühere Einwohner, die mindestens zehn Jahre hier ihren Hauptwohnsitz hatten und die Inhaber von Betrieben mit Sitz in der Gemeinde. Damit soll die Lärmbelästigung für die Anwohner reduziert werden.

Mehr Vielfalt und Umweltschutz

Am Beispiel Steißlingen erläuterte Edeltraut Nübling den Wunsch, die eher trostlosen Rasenflächen in der Gemeinde zu bepflanzen. Das würde der Gemeinde ein freundlicheres Bild geben und diene zudem der Artenvielfalt und dem Umweltschutz.

Mache Kinder wüssten gar nicht mehr, wie eine Wiesenblume aussieht. Über das Wie und Wer müsse man noch reden, aber schön wäre es für Volkertshausen allemal. Der Bürgermeister versprach, sich dem Thema zu widmen.

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