Eigentlich habe sie schon immer gemalt, erzählt Ursula Bork über ihren Weg zur Kunst. In fünf Serien zeigt sie in der Alten Kirche Volkertshausen einen Teil ihrer Bilder. Der Singkreis Konstanz, unter der Leitung von Norbert Rahm, eröffnet die Vernissage. Außerdem spielte David Franke einige seiner Kompositionen. Die Künstlerin singt selbst mit und das Lied "Nimm mich wie ich bin" scheint auf ihre Arbeit hinzudeuten. 24 teils großformatige Werke hat sie mitgebracht. Sie selbst unterteilt die Exponate in fünf Serien ihrer Arbeit der letzten Jahre. "Gedächnisstücke" nennt sie die einst nur einfarbigen Bilder. Erst später habe sie die runden Formen aufgetragen, die Erinnerungen an ihre Kindheit seien. "Ein Spiel mit dem Horizont" sind weitere Werke bezeichnet. Es ist nichts dargestellt außer verschmelzenden Linien, die wie Licht und Landschaft wirken. Dominierend sind die weißen Bereiche der Bilder.

"Ende der Belehrung" ist der Titel von besonderen Werken. Sie habe Bildtafeln erhalten, die mit Texten und Fundstücken aus der Eiszeit versehen waren. "Zu schade zum Wegwerfen", dachte Ursula Bork. Sie habe die Texte übermalen müssen, nur die Fundstücke wurden erhalten.

In "Die auflösende Ordnung" gibt es kein Oben und Unten, erklärt Bork. Sie habe hier mit allen Konventionen brechen wollen, bewusst keine Farbharmonie, bewusst keine Darstellungen. Die Linien hätten sich im Malprozess doch zusammengefunden, so die Künstlerin. In der letzten Serie "Mitteilungen" habe sich eine Art Schrift beim Malen gebildet, als die einzelnen Linien zusammenfanden. Aber auch ihre Mitteilungen seien irgendwann erschöpft, und so habe das letzte Bild der Serie keinen Titel mehr.

Ursula Bork lebt und arbeitet in Konstanz. Die Malerei sei wie eine Entdeckungsreise in unbekannte Gebiete, beschreibt sie in ihrem Vorstellungsblättchen.

Die Ausstellung in der Alten Kirche dauert bis zu 3. Juni und ist donnerstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.