Ein neuer Bürgermeister, neue Gemeinderatsmitglieder und ein sensationelles Narrentreffen: Das waren 2019 sicher Höhepunkte in Volkertshausen.

Die Bürger und Bürgerinnen hatten gleich am Anfang des Jahres eine schwere, weitreichende Entscheidung zu treffen. Nach 36 Jahren trat Bürgermeister Alfred Mutter nicht mehr an und zog sich in den wohlverdienten Ruhestand zurück. Überraschend für viele erreichte Marcus Röwer – es gab vier Kandidaten – eine Zustimmung von 87 Prozent und damit auch einen erheblichen Vertrauensvorschuss. Bei den vielen Aktivitäten, die Altbürgermeister Mutter so nebenbei an den Tag legt, wird es diesem im Ruhestand sicher nicht langweilig werden.

Anderthalb Tonnen Pommes Frites vertilgt

Sensationell war das Narrentreffen, das – verbunden mit dem 60. Geburtstag der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee – in Volkertshausen gefeiert wurde. Fast alle Mitgliedszünfte waren angereist und nutzten die Angebote in der Gemeinde, darunter 18 Besenwirtschaften. Die Rehbockzunft hatte alles aufgeboten, um den Gästen angenehme Stunden zu bereiten. So ganz nebenbei wurden an diesen Tagen 1,5 Tonnen Pommes Frites zubereitet und vertilgt.

Die Straßen der Gemeinde sind nicht im besten Zustand, um es mal vorsichtig auszudrücken. Immerhin ist es gelungen, wenigstens die Steigstraße umfassend und von Grund auf zu sanieren.

Eigener Umkleideraum für die Damen der Feuerwehr

Eine weitere Baumaßnahme war der Erweiterungsbau für die Feuerwehr. Diese Maßnahme war erforderlich geworden, da nach neuen Verordnungen zivile und dienstliche Kleidung in separaten Schränken unterzubringen ist. Und nebenbei erhalten die Damen der Feuerwehr nun einen eigenen Umkleideraum. Die Fertigstellung der Erweiterung ist für die nächsten Monate geplant.

Eltern bringen nun mal gerne ihre Kinder in die Schule. Das ist zum Teil auch nachvollziehbar. Aber Lehrkräfte und Eltern müssen ihre Autos auch parken können, ohne Personen zu gefährden. Deshalb errichtete die Gemeinde an der Schule einen neuen Parkplatz und legte besonderen Wert auf eine sichere Ein-und Ausfahrt.

Das ist alles, was von der Alten Wiesengrundhalle übrig geblieben ist.
Das ist alles, was von der Alten Wiesengrundhalle übrig geblieben ist. | Bild: Günther Vasel

Mit dem Abbruch der alten Wiesengrundhalle ging eine lange Geschichte zu Ende. Mehrere Generationen betätigten sich nicht nur sportlich in der Halle. Hier wurde geschwitzt, Theater gespielt, musiziert, gesungen und gefeiert. Beim Anblick des Steinhaufens ging so mancher tief in seinen Erinnerungen zurück. Die neue Halle erweist sich als Glücksfall, bietet sie doch in der Bühnentechnik, der Sportvielfalt und der Lichttechnik eine neue gute Stube der Gemeinde. Und die ersten Testveranstaltungen bestand sie mit Bravour.

Baugebiet Öhmdweg erschlossen

Die Verkehrssituation an der Einmündung zum Industriegebiet wurde im letzten Jahr entschärft. Die Einfahrt von Aach her wurde erweitert, und es wurde eine Querung der Kreisstraße durch einen Übergang geschaffen.

Zwar nicht mit großen Flächen gesegnet, geht die Gemeinde doch mit entsprechenden Maßnahmen die Zukunft an. So konnte ein weiteres Baugebiet, Öhmdweg, erschlossen werden. Damit stehen zunächst wieder ausreichend Bauplätze zur Verfügung.

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