Plastik, Plastik, Plastik. Wohin man auch schaut, sieht man Plastik. Ungefähr 140 Millionen Tonnen treiben heute bereits in den Meeren. Dass das nicht gut ist, kann sich wohl jeder vorstellen. Anschaulich stellte es Bettina Kelm in der Alten Kirche in Volkertshausen dar.

Auf Einladung der Grundschule Volkertshausen referierte die Journalistin über das Problemthema Vermüllung der Meere. Die gezeigten Bilder waren teilweise sehr schöne Tieraufnahmen, aber es wurde auch das Leid der Meeresbewohner gezeigt. Wenn sich Schildkröten in Fischernetzen verheddern, kommen sie schnell in Lebensgefahr.

Und nicht nur Schildkröten leiden unter dem Plastikmüll im Meer. Da werden gestrandete Wale seziert und der Magen ist voll Plastik.

Wenn der Wal-Magen voller Plastik ist

Über 80 Prozent der Plastikteile stammen von Land und werden über Flüsse und Badestrände dem Meer zugeführt. Verrotten tun sie nicht, aber manche zerbröseln. Und gerade die Mikro-Plastikteile geraten über Kleinlebewesen in die Mägen von Walen und Fischen. Sogar im Plankton-Kleinkrebs Krill wird Mikro-Plastik gefunden. Und wenn es keinen Krill mehr gibt, sterben die Meere.

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Über die Nahrungskette landet das Mirco-Plastik schließlich wieder auf unserem Tisch. Dagegen kämpfen Bettina Kelm und der Verein one earth – one ocean. Nicht nur Müll-Sammelschiffe, große und kleine, werden eingesetzt, es gibt auch immer wieder in der ganzen Welt Aktionstage, an denen Freiwillige Strände und Uferzonen säubern.

Artenschutz und Vermüllung der Meere fängt schon vor unserer Haustür an, mahnt Kelm. Jeder könne auf Plastiktüten verzichten und beim Einkaufen unnötige Plastikverpackungen vermeiden.

Viel Plastik in Kosmetik

Viel Mikro-Plastik wird auch in der Kosmetikindustrie verwendet. Hier hat der BUND einen Einkaufsratgeber herausgebracht, der über Produkte ohne Plastik informiert (www.bund.net). Kritisch sollten die Verbraucher auch andere Bereiche hinterfragen, so Nahrungsmittel und Textilien, quasi alle Lebensbereiche.

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Wichtige Schritte seien auch von den Regierungen einzelner Länder schon eingeleitet. Hier erwähnte Kelm das angestrebte Exportverbot von unsortiertem, nicht recyclingfähigem Kunststoffmüll. Aber bei einem Zuwachs von rund zehn Millionen Tonnen müssen umfangreich Maßnahmen weltweit beschlossen werden.