Weltspitze, aber in der Heimat fest verwurzelt – das ist Timo Benitz. Er ist einer der schnellsten Läufer über die 1500-Meter-Distanz, studiert und findet immer noch Zeit, im Musikverein Volkertshausen Posaune zu spielen.

Ein Abend voller Überraschungen. Bürgermeister Alfred Mutter, Ernst Burgbacher (Vizepräsident und zuständig für die Finanzen im Deutschen Leichtathletik-Verband), Trainer, Freunde, Nachbarn. Alle feierten den dreimaligen Deutschen Meister und Team-Europameister in seiner Heimatgemeinde Volkertshausen. Der Musikverein gab dem Spitzensportler ein zünftiges Ständchen.

Mit den Füßen auf dem Boden sei Timo Benitz geblieben, bestätigte der Vizepräsident Burgbacher und es sei toll, was der junge Sportler leiste. Und als Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) sei er beeindruckt, das Timo Benitz immer noch Zeit finde, im Musikverein mitzuspielen. Bürgermeister Alfred Mutter war begeistert, dass der erfolgreiche Volkertshausener keine Gelegenheit auslasse, seinen Heimatort auch im Fernsehen zu erwähnen. Es war einzigartig, so der Präsident des Musikvereins, Helmut Messmer, als er im Sportstudio den Narrenmarsch hörte, gespielt von Timo Benitz auf der Posaune. Ja, und wie steht Timo Benitz dazu?

Viel Zeit für Privates habe er nicht, gesteht er. Benitz hat Luft- und Raumfahrt in Berlin studiert und macht zurzeit seinen Master. "Ich komme aber gern nach Hause", betont der Laufspezialist. In Berlin gingen die Leute aneinander vorbei, das sei hier anders. Wann immer es möglich ist, geht er in die Musikprobe. "Es macht Spaß, auch wenn ein paar falsche Töne von mir geblasen werden", stellt er freudig fest.

Sportlich begonnen hat Timo Benitz 2006 mit dem Crosslauf. Mit seinem damaligen Trainer Bernd Lindmayer kam er schnell in den deutschen Spitzensport. Seine Disziplinen sind der 800- und 1500-Meter-Lauf. Timo Benitz gehört inzwischen zu den weltbesten 1500-Meter-Läufern. Er startet für die Leichtathletik-Gemeinschaft farbtex Nordschwarzwald, bei der er die optimalen Trainingsbedingungen hat.

Seine Eltern stehen voll hinter ihm und unterstützen, wo es nur geht. Desgleiche gilt für Nachbarn, Freunde und dem Musikverein Volkertshausen.