"Ein schöner Tag", mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Alfred Mutter die rund 100 Gäste des Richtfestes der neuen Wiesengrundhalle. Und Mutter meinte damit nicht nur den herrlichen Sonnenschein, sondern den Fortschritt in der Fertigstellung des ehrgeizigen Projekts der Gemeinde.

Schon vor zehn Jahren habe der Gemeinderat den weisen Beschluss gefasst, nicht die alte Halle zu sanieren sondern neu zu bauen. Zwischenzeitlich war zwar die finanzielle Lage der Gemeinde angespannt; dann konnte aber der Startschuss gegeben werden. Alfred Mutter dankte nochmals dem Gemeinderat für diese Entscheidung und sprach allen beteiligten Planern und Handwerkern seinen Dank für den geleisteten Einsatz aus.

"Auch für unser Büro war es ein großer Auftrag", erklärte der Architekt und Bauleiter Johannes Binder. Zurzeit sei es ein harter Kampf, Bauzeitenpläne aufzustellen und auch durchzusetzen. Aber man sei im Zeitplan und gehe davon aus, dass die Halle noch in diesem Jahr eingeweiht werden könne. Die Wünsche aller Beteiligten hätten in diesem Bau verwirklicht werden können. Mit ihren Innenabmessungen von 16 x 26 Metern erfülle die Halle die Maße von Mehrzweckhallen für Gemeinden mit einer Größe von Volkertshausen. Das war eine der Voraussetzungen für einen Zuschuss.

Funktionell kann der große Raum mit Hilfe von flexiblen Wänden aufgeteilt werden, so dass zwei Sportgruppen ausreichend Platz zum Üben finden. Auch der abteilbare Bühnenraum kann für Gymnastikkurse und für Tanzgruppen genutzt werden. Halle und Bühne erhalten einen Sportboden, das heißt, einen federnden Boden. Ballspiele seien im Bühnenraum allerdings wegen der küfntigen Licht- und Tonanlage nicht gestattet. Noch einen Vorteil habe die neue abgeteilte Bühne: die Proben für das Weihnachtstheater könnten nun stattfinden, ohne dass die gesamte Halle wie bisher gesperrt werden müsse, erklärte Binder.

Für den Statiker, Ingenieurbüro Norbert Baur, gab es keine großen Probleme. Der Untergrund der Wiesengrundhalle sei zwar nicht der beste, aber durch rechtzeitigen Austausch des Moorbodens und der anschließenden Verfestigung sei ein solides Fundament geschaffen worden.

Eine besondere Anerkennung sprachen der Bürgermeister und der Architekt dem Förderverein aus. Der Vorsitzende des Fördervereines Wiesengrundhalle, Konrad Reichle, gab denn auch bekannt, das sich der Verein zur Einweihung der Halle auflösen werde. Rund 70 000 Euro habe der Verein in den letzten Jahren durch zahlreiche Aktionen an Spenden zusammenbekommen. Das werde, so die Schätzungen von Architekt und Förderverein, für die Bestuhlung und für die Tische der neuen Halle ausreichen.

Die Spendenaktion sei aber noch nicht abgeschlossen. Die Namen der Spenders würden im Eingangsbereich der neuen Wiesengrundhalle auf einer großen Tafel verewigt, so der Vorsitzende Konrad Reichle. Bürgermeister Alfred Mutter ist einer der ersten Spender. Für nur 100 Euro kann jeder an der Aktion teilnehmen. Entsprechende Formulare können von der Internetseite der Gemeinde Volkertshausen ab Montag heruntergeladen werden: http://www.volkertshausen.de