Wie schläft es sich als neuer Bürgermeister von Volkertshausen? "Gut, aber mit dem Einschlafen hatte ich etwas Mühe. Der Wahlabend war doch sehr intensiv und aufwühlend", antwortet Marcus Röwer. Der 31-jährige Politik- und Verwaltungswissenschaftler aus Radolfzell-Böhringen hat am Sonntag mit 81,8 Prozent die Wahl von Volkertshausen haushoch gewonnen. "Ein solches Ergebnis hätte ich nie erträumt. Ich bin immer noch überwältigt", beschreibt er. Besonders die Reaktion des Publikums habe ihn nachhaltig beeindruckt und emotional berührt. Es gab euphorischen, langen Beifall, als Bürgermeister Alfred Mutter das Ergebnis verkündet hatte.

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"Meine Frau und ich waren den ganzen Tag sehr aufgeregt. Abends hat sich die Anspannung gelöst", schildert Röwer. Es galt für ihn, unzählige Hände von Gratulanten zu schütteln – und zu feiern. "Es gab teils auch persönliche Gespräche. Und das Rathaus-Team lernte ich kennen", so Röwer. Er werde teils darauf angesprochen, dass er seine Frau Susanne in Volkertshausen früher erstmals geküsst habe. Dies bekannte er bei der Kandidaten-Vorstellung in der Wiesengrundhalle. "Es gab schon Fragen, wann wir unser erstes Kind in Volkertshausen haben", berichtet Röwer.

Fair gratulieren die Kandidaten Elke Baumgärner und Markus Mike Bumiller dem neuen Bürgermeister Marcus Röwer (von links).
Fair gratulieren die Kandidaten Elke Baumgärner und Markus Mike Bumiller dem neuen Bürgermeister Marcus Röwer (von links). | Bild: Tesche, Sabine

Bevor er in Volkertshausen ab Mitte April loslegen kann, muss er noch seinen Arbeitsplatz beim Landratsamt Tuttlingen kündigen. "Wir werden Wege finden", erklärt er. Dann heiße es für ihn, erst mal in Volkertshausen Fuß zu fassen. Die kleinen Wehwechen aufgreifen, die der Wahlkampf offenbart habe, um dann die Zukunftswerkstatt anzugehen, nennt Röwer als weitere Schritte.

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Den Zutritt zur "Aachtal-Mafia" müsse er sich erst verdienen, lautete die Botschaft des Engener Bürgermeisters Johannes Moser am Wahlabend. Den mitunter eigenwilligen Gemeinschaftssinn der Bürgermeister und Feuerwehrchefs von Volkertshausen, Aach, Steißlingen und Mühlhausen-Ehingen will Röwer mittragen. "Kleinere, ländliche Gemeinden müssen sich gemeinsam positionieren, um die eigenen Belange durchzusetzen", so Röwer.

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