Im Wesen der Musik liege es Freude zu bereiten, zitierte Britta Binder beim Jahreskonzert den Philosophen Aristoteles und traf damit den Nagel auf den Kopf. Nach der Begrüßung durch Präsident Johannes Messmer zeigte die Jugendkapelle ihr Können. Unter der Leitung von Dirigent Andreas Maurer ertönte die festliche Feuerwerksmusik von Friedrich Händel. Sichtlich Spaß machte den jungen Musikern ein Medley aus Melodien von Peter Maffay, mit begeistertem Applaus der Zuhörer belohnt.

Durch das Programm führte Britta Binder und erläuterte das Motto des Abends: "Made in Germany". Man wolle durch Kunst und Qualität überzeugen und die Zuhörer auf die Reise in das Land der technischen Erfindungen, der herrlichen Landschaften und der besonderen Menschen mitnehmen, so Binder. Und dazu gehören die Musiker, Komponisten und Texter des Landes.

Dass die Deutschen auch Humor haben, zeigte sich sogleich an der Interpretation der fünften Symphonie von Beethoven, intoniert vom Saxophonquartett des Musikvereins unter der Leitung von Roland Greuter. Mit Andeutungen von 'The Pink Panter' und der Marseillaise war hier nur das Prädikat Hervorragend zu vergeben. Ein langer Applaus honorierte die Leistungen von Roland Greuter, Betina Schmidt, Silke Schädler und Helmut Messmer.

Unter Der Leitung von Sven Mendel und am Flügel begleitet von Jana Braunagel verließ der Kirchenchor Volkertshausen sein bekanntes geistliche Liedgut und wandte sich der weltlichen Musik zu. Ralph Siegel, Xavier Naidoo und die Sportfreunde Stiller standen auf der Liste.

Nach kurzer Pause trat der Musikverein auf und begann dramatisch tiefgründig mit 'Wildenstein', einer mittelalterlichen Sage aus dem Wehratal um Liebe und gekränkte Ehre. 'Großvaters Uhr' begann dann zu ticken. Die Solisten, Querflöte Miriam Rosa und Tenorhorn Dominik Lüttke begeisterten die Zuhörer mit ihrem fantastisch vorgetragenen Spiel. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so gespannt lauschte das Publikum. Sicherlich der Höhepunkt des Abends.

Den Abschluss bildeten Melodien aus 'Das Boot' von Klaus Doldinger und zur großen Freude Aller ein Medley von Herbert Grönemeyer. "Mambo" riss nicht nur das Publikum mit, auch die Musiker, besonders beim Schlagzeugsolo, waren fast nicht auf den Stühlen zu halten.

Da waren Zugaben eigentlich zwangsweise vorgeschrieben. Und was wäre eine Blaskapelle ohne Marsch? den gab es dann mit "Salemonia". Ein phantastischer Abend endete danach mit gemeinsam von allen Anwesenden gesungenen Lied "Fröhliche Weihnachten überall'.