Herr Röwer, jetzt sind die ersten 100 Tage in ihrem neuen Amt vergangen. Zeit, eine vorsichtige erste Bilanz zu ziehen. Wie sind diese Tage für sie gelaufen?

Mit viel Arbeit. Zunächst musste ich die Abläufe im Haus kennenlernen und reinwachsen. Wichtig war mir einen Überblick zu bekommen. Überblick über alle Themen die in der Gemeinde anstehen und Überblick über die Liegenschaften. Schön war für mich, dass ich keine Organisation aufbauen musste. Ich kann mich auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinn im Rathaus voll verlassen. Das läuft hier sehr gut.

Haben Sie sich schon Schwerpunkte gesetzt?

Zunächst laufen sehr viele verschiedene Sachen über den Schreibtisch. Das Tagesgeschäft prägt noch den Arbeitsablauf. Da bleibt mir nur wenig Zeit für die konzeptionelle Arbeit, die ich gerne mittelfristig ausbauen will.

Und wie erleben Sie den Gemeinderat?

Positiv. Die Gemeindeordnung schreibt viele Abläufe vor. Ich habe die Texte ausführlich durchgearbeitet aber es ist doch gut, wenn der Hauptamtsleiter neben mir sitzt. Die gestellten Fragen von Bürgern und dem Gemeinderat beinhalten versteckt auch Kritik. Aber es sind Anliegen von Bürgern und die nehme ich sehr ernst.

Sie haben im Vorfeld gesagt, Sie wollen die Einwohner stärker einbinden?

Ja das will ich noch immer. Aber bitte lassen Sie mir noch etwas Zeit. Ich denke dass wir im nächsten Jahr damit anfangen. Es bringt nichts, wenn der Bürgermeister nicht fit in den Themen ist. Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit ist ein breit gefächertes Wissen. Man kann nicht alles zur gleichen Zeit lernen.

Wenn Sie die Zeit erwähnen, müssen Sie viele Überstunden machen?

Als Bürgermeister muss ich im Volkertshausen nicht stempeln. Das wäre auch sehr zum Nachteil der Gemeinde. Die müsste dann die Überstunden vielleicht bezahlen (scherzhaft). Aber natürlich, mit der normalen Wochenarbeitszeit komme ich nicht aus.

Und Ihr Mandat im Kreistag?

Nun, es gibt nur wenige Sitzungen des Kreistages im Jahr. Auf der konstituierenden Sitzung wurde ich in den Sozialausschuss gewählt, da werde ich mich engagieren. Die Zeit für die Vorbereitungen der Themen werde ich mir nehmen.

Sind Sie schon in Volkertshausen angekommen?

Wir sind umgezogen und meine Frau und ich fühlen uns hier wohl. Der Freundeskreis ist natürlich noch vorwiegend in der alten Heimat, doch die ersten Kontakte sind geknüpft und wir freuen uns auf Volkertshausen.

Fragen: Günther Vasel