Die Gemeinderäte zeigten sich zufrieden. Architekt Werner Bäuerle aus Konstanz hatte die Wünsche der Tengener mitgenommen – und präsentierte sie nun den Tengener Gemeinderäten in der Randenhalle. „Das Gebäude strahlt viel mehr Wärme aus, als der erste Vorschlag“, sagte Thomas Wezstein (FWV). Auch Michael Grambau (Freie Bürger/SPD) stimmte zu: „Der Vorschlag gefällt mir sehr gut.“ Als „akzeptabel“ bezeichnete Renate Hönscher (CDU/UW) den Vorschlag.

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Bürgermeister Marian Schreier erläuterte telefonisch dem SÜDKURIER die Beweggründe für das Projekt, nachdem im Tengener Rathaus aufgrund der hohen Anzahl an Teilzeitkräften mehr Büroräume nötig geworden seien. Aus diesem Grund wurde der Ratssaal in Büroräume umgebaut.

Die Verwaltungsbank ist aufmersam (v.l.): Petra Fritsch von der Stabstelle Bauen und Stadtentwicklung, Tonino Christiani von der Finanzabteilung, Bürgermeister Marian Schreier, Hauptamtsleiterin Friederike Häfeli und Christine Wick von der Grundbucheinsichtsstelle.
Die Verwaltungsbank ist aufmersam (v.l.): Petra Fritsch von der Stabstelle Bauen und Stadtentwicklung, Tonino Christiani von der Finanzabteilung, Bürgermeister Marian Schreier, Hauptamtsleiterin Friederike Häfeli und Christine Wick von der Grundbucheinsichtsstelle. | Bild: Uli Zeller

„Wegen des regen Vereinslebens im Städtchen gibt es inzwischen zu wenig Räume, in denen Vereinstreffen, Sportveranstaltungen, Gemeinderatssitzungen und Dialogveranstaltungen zwischen Bürgern und Stadtverwaltung stattfinden können“, so der Bürgermeister. Die Biberhalle in Watterdingen, die Körbelhalle in Büßlingen und die Tengener Randenhalle seien nahezu vollständig ausgebucht. Etwa 20 bis 25-Mal pro Jahr benötige die Stadt Tengen Teile der Randenhalle für Gemeinderatssitzungen oder Dialogveranstaltungen mit den Bürgern. An diesen Tagen könnten die Vereine die Halle nicht nutzen.

Das Modell der neuen Tengener Stadtmitte beim Rathaus. Hinten links berindet sich der Bürgersaal mit angrenzendem Musikpavillion, dessen Baubeginn noch aussteht. Hinten rechts das Ärztehaus, das derzeit gebaut wird.
Das Modell der neuen Tengener Stadtmitte beim Rathaus. Hinten links berindet sich der Bürgersaal mit angrenzendem Musikpavillion, dessen Baubeginn noch aussteht. Hinten rechts das Ärztehaus, das derzeit gebaut wird. | Bild: Uli Zeller

Im ersten Entwurf hatte der Architekt für den Musikpavillion beim Bürgersaal ein Flachdach geplant – der Gemeinderat hatte sich jedoch gewünscht, dass das Zeltdach bestehen bleibt. Und vor dem Bürgersaal soll es ein Vordach geben. Beide Wünsche konnte Architekt Bäuerle im neuen Entwurf umsetzen. Als zusätzliches Bonbon hat er noch einen verglasten Giebel am Bürgersaal eingeplant. „Dies war möglich, weil der neue Dachvorsprung die Fassade in einen oberen Giebel und einen unteren Bereich trennt“, so Schreier. Architekt Bäuerle betonte: „Das Licht im oberen Bereich wird dadurch heller und wärmer.“

Architekt Werner Bäuerle vom gleichnamigen Architekturbüro in Konstanz hat für die Tengener Stadtmitte den neuen Bürgersaal mit angrenzendem Musikpavillion geplant. Hier stellt er im Tengener Gemeinderat die Änderungen vor, die er aufgrund der Anmerkungen des Gremiums nachträglich eingeplant hat.
Architekt Werner Bäuerle vom gleichnamigen Architekturbüro in Konstanz hat für die Tengener Stadtmitte den neuen Bürgersaal mit angrenzendem Musikpavillion geplant. Hier stellt er im Tengener Gemeinderat die Änderungen vor, die er aufgrund der Anmerkungen des Gremiums nachträglich eingeplant hat. | Bild: Uli Zeller

Aktuell ist ordentlich etwas in Bewegung rund ums Tengener Rathaus. Dort entsteht zur Zeit das erste genossenschaftlich organisierte Ärztehaus Süddeutschlands. Der Kastanienplatz neben dem Rathaus soll erhalten bleiben und in das neue Zentrum integriert werden. Adelbert Zeller (FWV) warf in der Sitzung des Gemeinderates noch die Frage auf: „Wird es möglich sein, eine Sitzung im Bürgersaal abzuhalten, wenn nebenan die Musik probt?“ Architekt Werner Bäuerle wies auf die Doppelverglasung hin und Bürgermeister Marian Schreier sagte zu, dass der Schallschutz noch überprüft werden kann. Und Josef Ritzi (Freie Bürger/SPD) merkte an: „Ich wünsche mir, dass auch die gute Tengener Weißtanne beim Bau verwendet wird.“

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