Es handelt sich um einen der Preise, die beim SÜDKURIER-Jahresrückblickrätsel im Winter verlost wurden, jetzt hat ihn Birgit Stadermann aus Tengen eingelöst: Während eines Wochenendes war sie mit einem E-Golf des Energieversorgungs-Unternehmens Thüga Energie unterwegs. Die Chance, mobil zu sein ohne Benzin zu verbrauchen, nutzte sie mit ihrem Ehemann zu einer Ausfahrt zum Feldberg.

„Es war spannend, so ein E-Auto einmal zu testen“, berichtet Birgit Stadermann rückblickend über das Fahrerlebnis. Früh ging es am Sonntagmorgen für sie und ihren Ehemann Uwe Stadermann los. Immerhin sind es von Tengen bis zum Feldberg rund 60 Kilometer Fahrt. Der E-Golf von Thüga Energie war „vollgetankt“, was eine Reichweite von 150 Kilometern ermöglicht. Für den Fall, dass die Fahrt länger würde, bekam Birgit Stadermann eine Karte, mit der sie das Elektroauto an jeder Ladesäule des Thüga Ladenetz-Partners aufladen konnte.

Karl Mohr, Regionalcenter-Leiter von Thüga Energie, erklärt Birgit Stadermann die Funktionsweise einer Ladesäule für Elektroautos.
Karl Mohr, Regionalcenter-Leiter von Thüga Energie, erklärt Birgit Stadermann die Funktionsweise einer Ladesäule für Elektroautos. | Bild: Anina Kemmerling

Die Reichweite des Fahrzeugs sei stark davon abhängig, wie man fährt, erklärte dazu Karl Mohr, Regionalcenter-Leiter von Thüga Energie. Hat man den Fuß nicht auf dem Gaspedal, bremst ein Elektromotor automatisch ab. Durch das Abbremsen lädt die Bewegungsenergie den Akku des Fahrzeugs wieder auf. Dieser Prozess der Rückgewinnung sei entscheidend für die Reichweite eines Elektrofahrzeugs.

Das ließ die unerfahrenen Elektro-Fahrer etwas unsicher werden. „Schon bei der Hinfahrt erhielten wir den Hinweis, dass der Akku für die Rückfahrt womöglich nicht ausreichen wird“, so Birgit Stadermann. Bei der Suche nach einer für die Karte passenden Ladesäule hatte das Ehepaar einige Schwierigkeiten. Sie wurden schließlich in Titisee fündig, voll aufgeladen ist der E-Golf in 40 Minuten.

Karl Mohr, Regionalcenter-Leiter von Thüga Energie, übergibt Birgit Stadermann eine Karte zum Nachladen des Elektroautos an einer Säule des Ladenetz-Partners.
Karl Mohr, Regionalcenter-Leiter von Thüga Energie, übergibt Birgit Stadermann eine Karte zum Nachladen des Elektroautos an einer Säule des Ladenetz-Partners. | Bild: Anina Kemmerling

Im vergangenen Jahr hat Thüga Energie viel in die Infrastruktur zum Laden von Elektro-Fahrzeugen investiert, sagt Pressesprecherin Gabriele Müller und versichert: „Ein Ladenetz in Singen und Umgebung ist auf jeden Fall vorhanden.“ Schnellladestationen gibt es in Singen (insgesamt drei), eine in Gailingen und eine weitere in Gaienhofen.

Da die Elektrofahrzeuge dort ausschließlich mit Ökostrom getankt werden, stoßen sie keinerlei Kohlenstoffdioxid aus. Das sei der Hauptgrund für die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs und der Grund dafür, weswegen laut Gabriele Müller Hersteller und Regierung Rabatte auf Elektromobilität gewähren.

Differenzierte Meinung nach der Testfahrt

Ein Elektroauto als Haupt-Fortbewegungsmittel kann sich die Rückblickrätsel-Gewinnerin momentan trotzdem nicht vorstellen, dafür sei ihr die Reichweite zu gering. „Als Zweitwagen für Pendler oder für Menschen, die städtischer leben, ist ein E-Auto sicherlich sinnvoll“, so lautet ihr Resumé.

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