Jede Blutspende ist mit einem zeitlichen Aufwand verbunden: von der Terminbuchung, über das Ausfüllen von Fragebogen vor Ort, Untersuchung beim Artzt bis zum Aderlass. Bürgermeister Marian Schreier hob im Tengener Gemeinderat hervor, wie groß der persönliche Einsatz und das Durchhaltevermögen bei regelmäßigen Blutspenden erst sein muss. „Wenn jemand zweimal pro Jahr Blut spendet, muss er fünf Jahre spenden, um zehn Spenden zu schaffen“, nannte Schreier ein Beispiel. Leicht auszurechnen, wie groß das Durchhaltevermögen erst bei denjenigen ist, die es sogar auf 50 oder 100 Blutspenden bringen. „Manche von Ihnen spenden schon seit Jahrzehnten Blut“, so der Bürgermeister zu den Blutspendern.

Durch die Pandemie und die Flutkatastrophe habe es zu wenig Spendentermine gegeben. Daher sei der Bedarf an Blutspenden gerade besonders hoch: „15.000 Spenden werden in Deutschland jeden Tag benötigt.“ Normalerweise denke man da zuerst an Unfallopfer, die Blutkonserven benötigen. Doch der größte Anteil (19 Prozent) aller Blutspenden werde für Krebstherapien benötigt. Aber auch bei Transplantationen oder eben Unfällen sei man davon abhängig, dass Menschen ihr Blut zur Verfügung stellen.

Großes Lob für 100. Spende

Neben der Ehrung für zehn, 25 und 50 Spenden zeichnete Bürgermeister Marian Schreier in diesem Jahr sogar einen Spender für den hundertfachen Gang zum Blutspendendienst: Franz-Josef Zeller aus Tengen. Dies sei bei Weitem keine Selbstverständlichkeit und ein sehr hoher Einsatz für die Allgemeinheit, betonte der Bürgermeister. Applaus bekamen alle Blutspender. Denn jede Spende kann Leben retten oder Leiden lindern.