In Tengen fehlte bisher ein zusätzlicher Raum für Veranstaltungen von Vereinen und Rat sowie für Trauungen. Die Randenhalle ist oft belegt und für viele Zwecke auch zu groß. Diese Probleme sollen nun gelöst werden. Und zwar durch einen Bürgersaal.

Der Gemeinderat hat in den Haushaltsplanungen mit nur wenigen Gegenstimmen die finanziellen Mittel dafür bereitgestellt. „Tengen fehlt ein Raum mittlerer Größe mit repräsentativem Charakter“, betonte Bürgermeister Marian Schreier in der Sitzung.

Langjährige Diskussion

Michael Grambau (Freie Bürger/SPD) steht hinter dem Projekt und hat dafür gestimmt. „Dem Bau des Bürgersaals ging eine langjährige Diskussion und Beratung voraus, die im Zusammenhang mit verschiedenen anderen Problemen stand“, erläutert er.

Dazu gehörte ein erhöhter Platzbedarf im Rathaus, da der Ratssaal für Büroräume umgebaut wurde. Zudem würden im Kernort Tengen Räume für Veranstaltungen mit rund 150 Personen fehlen. Als Beispiele nennt er Bürgerversammlungen, Fortbildungen und Informationsveranstaltungen.

„Für alle Vereine wichtig“

Außerdem sei viel Zeit und Geld in das Projekt investiert worden. Fördermittel in Höhe von rund 700.000 Euro seien bereits gewährt worden. „Diese würden verfallen, wenn nicht im vorgegebenen Zeitrahmen gebaut wird“, so Grambau.

Im Übrigen werde dadurch die städtebauliche Veränderung und Gestaltung des Ortskerns abgeschlossen. Der Bürgersaal sei „für alle Vereine in Tengen wichtig. Hier können sie Veranstaltungen und Versammlungen jeglicher Art abhalten, für die die Randenhalle viel zu groß ist.“

Kritik an den Plänen

Kritik kam von Ortsvorsteher Stefan Armbruster aus Watterdingen: „Die Bürger aus den Ortsteilen haben kein Verständnis für dieses Projekt.“ Sanierungen von Löchern in Straßen seien dringlicher. Thorsten Frank (CDU/UW) gab zu bedenken, dass der Bürgersaal Folgekosten nach sich ziehen werde.

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Blumenfelds Ortsvorsteher Thomas Wezstein (FWV) betonte, dass seine Fraktion nahezu geschlossen dafür sei. So sah es dann auch die überwiegende Mehrheit des Gemeinderates.