Der Hof zwischen Blumenfelder Schloss und Kirche hat seine Premiere als Freiluft-Kinosaal bereits mit Bravour bestanden. Pionierin Cécilia Marchat, die mit rund 20 weiteren Digital- und Kreativarbeitern im Schloss lebt und arbeitet, ist mit der Premiere zufrieden, wie sie dem SÜDKURIER berichtet.

Rund 60 Zuschauer hatten sich Ende Juli eingefunden um den Dokumentarfilm „Dear future children“ zu sehen. Regisseur Franz Böhm und Produzent Ansgar Wörner waren vor Ort und stellten sich den Fragen des Publikums. Im Film geht es um das Schicksal dreier Frauen, die sich für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen.

Nächster Film am 28. August

Am Samstag, 28. August 2021, 20 Uhr, wird im Blumenfelder Freiluftkino ein weiterer Film gezeigt: „Wir alle. Das Dorf“ von den Regisseurinnen Antonia Traulsen und Claire Roggan. Im Wendland – einem der strukturschwächsten Gebiete Deutschlands – gründen Menschen ein Dorf. Ein Modelldorf für die Zukunft Europas soll es werden, für hundert Alte, hundert Geflüchtete und hundert junge Menschen.

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Der Film behandelt viele aktuelle Fragen: die Integration geflüchteter Menschen, eine alternde Gesellschaft, soziale Isolation und die Schwierigkeiten von behinderten, alten oder alleinerziehenden Menschen sowie die Perspektivlosigkeit junger Menschen in der Provinz. Das Dorf könne ein Prototyp für europäisches Leben auf dem Land werden, es könne aber auch als ökologische Senioren-Siedlung enden.

Austausch am Lagerfeuer

Das Open-Air-Vorführung von „Wir alle. Das Dorf“ wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus „Neustart Kultur“ gefördert.

Tickets müssen vorab bei Eventbrite reserviert und bis 20 Uhr abgeholt werden, danach werden sie weitergegeben. Eintritt und Getränke gegen Spende. Das Open-Air-Kino findet auch bei schlechtem Wetter statt. Der Film dauert 89 Minuten. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, sich am Lagerfeuer mit den Pionieren auszutauschen.