Gemeinsames Musizieren – das ist für die Kinder und Jugendlichen, die später beispielsweise in einem Musikverein mitspielen möchten, schon während der Ausbildung wichtig. Aber nicht alle Musikvereine haben genügend Zöglinge, um ihnen das Spielen in einem eigene Jugendorchester zu ermöglichen. Deshalb haben sich die Musikvereine aus der Gesamtgemeinde Tengen – aus Büßlingen, Watterdingen-Weil, Wiechs am Randen und Tengen selbst – entschlossen zu kooperieren.

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Nach dem Kooperationsvertrag, den die vier Vereine abgeschlossen haben, sollen ein Vororchester und ein Jugendorchester gegründet werden. Dabei wird zunächst der Fokus auf einen regulären Probebetrieb des Jugendorchesters gelegt. „Unser Ziel ist das Anwerben und die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an den regulären Orchesterbetrieb in den jeweiligen Ortsvereinen zur Zukunftssicherung unserer Vereine“, so Claudia Frank vom Musikverein Wiechs am Randen.

Dirigiert wird das Jugendorchester namens TueT – für Tausend und ein Ton – von Jürgen Penl. Sofort nach Unterzeichnung gingen die Proben los.

Vereine finanzieren Jugendorchester gemeinsam

Penl ist seit September Dirigent der Stadtkapelle Tengen. Dabei wird er unterstützt von Carmen Haungs. „Um im Jugendorchester mitspielen zu können, sollte man seit mindestens einem Jahr Ausbildung an einem Instrument haben“, erläutert Andrea Kroschk von der Stadtkapelle: „Bei dem noch ins Auge gefassten Vororchester sollten es mindestens sechs bis acht Monate sein.“

Hinsichtlich der Finanzierung sind sich die Vereine auch einig: „Jeder Verein zahlt unabhängig von der Anzahl seiner Jungmusiker einen festen monatlichen Betrag in eine gemeinsame Kasse. Daraus werden alle Ausgaben, auch Ausflüge, bestritten“, sagt Kathrin Glunk vom MV Büßlingen.

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Melanie Schmid vom MV Watterdingen-Weil ergänzt: „Natürlich ist die Mitwirkung in den Orchestern und damit der Besuch der wöchentlichen Proben in Tengen freiwillig. Und anfangs wird das Jugendorchester noch von erfahrenen Jungmusikern aus den vier Vereinen unterstützt.“