Der Zeitpunkt war ideal. Noch vor den großen Preissteigerungen konnten Giovanna und Viktor Schmidt ihr Haus in Tengen-Weil fertigstellen. Die junge Familie lebt nun mit ihren Kindern Emily (4) und dem sieben Wochen jungen Luca im Neubaugebiet Heiligs Wiesle. Nur drei Häuser sind dort noch nicht fertig gebaut. Ihr Fertighausbauer aus Hilzingen habe sie damals darauf aufmerksam gemacht, dass es in Weil Bauplätze gebe. Sie hatten genug Punkte zusammen bekommen, um nach dem Vergabesystem der Stadt Tengen ein Grundstück zu erwerben.

Sie wollen Leute kennenlernen

„Ich komme aus Bietingen und arbeite in der Schweiz“, berichtet Viktor Schmidt. Daher sei es für ihn wichtig gewesen, wieder etwas in Grenznähe zu finden. Beim Neubürgerempfang in Tengen-Weil hatte die Familie Gelegenheit, sich unter neue und langjährige Weiler zu mischen – und dabei konnten sie feststellen: Weiler sind keine Langweiler. Giovanna Schmidt berichtet: „Wir leben nun schon ein Jahr hier. Aber viele Leute kennt man nur vom Vorbeifahren. Das soll sich ändern. Und darum sind wir hier. Wir möchten mit den Leuten reden.“

Das könnte Sie auch interessieren

In Weil gibt es in der Tat viel zu entdecken, wie beim Neubürgerempfang deutlich wird. So berichtet Ortsvorsteher Roland Meßmer von einem regen Vereinsleben. Egal, ob man sich sozial engagieren will, sich für Feuerwehrtechnik interessiert, sich sportlich betätigen möchte, gerne singt oder an der Fasnacht närrisch sein möchte. In Weil findet sich die richtige Gruppe, der man sich anschließen kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Es gibt aber auch einen biblischen Kräutergarten, das Café Auszeit und einen von Bürgern in Eigeninitiative gebauten Spielplatz.

300 Einwohner aus 17 Nationen

Zudem erläuterte der Ortsvorsteher am Rande der Veranstaltung gegenüber dem SÜDKURIER: „In Weil leben jetzt Menschen aus 17 Nationen.“ Das bei nur knapp 300 Einwohnern. Dazu zählen Nachbarländer wie die Schweiz und Österreich. Aber auch England, Italien, Kroatien, Rumänien, Russland, Türkei und Irak. Auf der Terrasse des Weiler Bürgerhauses sitzen sie friedlich beieinander und reden miteinander.