Ein für nächste Woche geplanter Hubschraubereinsatz in der oberen Mühlbachschlucht und im Bereich des Espelgraben südlich der Ludwig-Gerer-Straße, wobei sogar Baumkletterer zum Einsatz kamen, wurde überraschend schon früher absolviert.

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„Die Firma hat den Termin dazwischen geschoben“, berichtet Revierförster Revierförster Tobias Müller vom unerwarteten Anruf der Firma am Donnerstagabend. „Da Hubschrauereinsätze teuer sind, wurden gleich mehrere Baustellen zusammen angeflogen“, erläutert er am Rande des Einsatzes in der Mühlbachschlucht, von wo ein Baum nach dem anderen aus dem Wald geflogen und auf den Festplatz gebracht wurde.

Video: Uli Zeller

Zunächst hätten zwei private Auftraggeber den Einsatz angemeldet, die Gemeinde habe sich mit angehängt, berichtet Müller. Eine Anwonherin, deren Grundstück an die Mühlbachschlucht grenzt, befürchtete beispielsweise, die Eschen im Garten könnten ins Nachbarhaus fallen. Zudem werde in der Mühlbachschlucht eine Brücke saniert. „Auch dort, oberhalb der Brücke, wurde eine Fichte entfernt. Man wäre nicht mehr an sie ran gekommen, wenn die Brücke erst wieder eingesetzt ist“, so müller gegenüber dem SÜDKURIER.

Hubschraubereinsatz in Tengen
Hubschraubereinsatz in Tengen | Bild: Uli Zeller

„Beim Abladen der Bäume auf dem Festplatz sieht man, wie Material wegfällt und stäubt. Das zeigt, wie dürr alles ist und dass der Regen für den Wald noch nicht ausreichend war“, erklärt der Revierförster.

Hubschraubereinsatz in Tengen
Hubschraubereinsatz in Tengen | Bild: Uli Zeller

Die Aktion hat einige Zuschauer auf den Festplatz gelockt. „Ich habe mit meinen zwei Kindern vom Wannenberg aus zugeschaut. Jetzt sind wir hierher an den Festplatz, um zu schauen wie der Hubschrauber die großen Bäume durch die Luft wirbelt. Sowas sieht man nicht alle Tage“, erzählt Michael Frank.

Video: Uli Zeller