Batei Vada hat es geschafft. Er hat soeben in der Tengener Randenhalle seine Corona-Impfung bekommen. Wie allen weiteren rund 80 Geimpften wurde ihm der Impfstoff von Moderna injiziert.

„Ich arbeite beim Bauhof in Geisingen. Mein Chef hat gesagt, dass in Tengen eine Impfung stattfindet. So konnte ich noch dieses Jahr geboostert werden“, berichtet er. Vor etwa einem Jahr war er an Covid-19 erkrankt, im Sommer bekam er eine Impfung und nun die Booster-Impfung. „Ich habe den Termin online gebucht. Es lief dann alles sehr schnell ab. In zehn Minuten war alles vorbei“, so Vada.

Mitarbeiter der Stadt im Einsatz

Die Impfaktion in Tengen sei die erste im Landkreis Konstanz, die eine Kommune durchführt, berichtet Tengens Bürgermeister Marian Schreier. Im Eingangsbereich sitzen keine Mitarbeiter eines Impfzentrums, sondern Mitarbeiter der Stadt. Sie verbuchen den Impfstoff und stellen die Zertifikate aus.

Der Impfstoff und das Zubehör kommt vom Kreis, die Software vom Land. „Bisher haben die Landkreise und Hausärzte geimpft. Wir wollen als Kommunen nun ergänzende Angebote aufbauen“, berichtet der Bürgermeister.

Beim ersten von einer Kommune durchgeführten Impftag in der Tengener Randenhalle wurden rund 80 Personen gegen das Coronavirus geimpft. ...
Beim ersten von einer Kommune durchgeführten Impftag in der Tengener Randenhalle wurden rund 80 Personen gegen das Coronavirus geimpft. Hier im Bild Bürgermeister Marian Schreier, die medizinischen Fachkräfte Simone Stiehl und Susanne Schäfer, Impfarzt Andreas Luckner. | Bild: Uli Zeller

Den Impfstoff verabreichte Dr. Andreas Graf von Luckner, der viele Jahre als Allgemeinmediziner in Tengen tätig war und sich nun eigentlich im Ruhestand befindet. Unterstützt wurde er von den medizinischen Fachkräften Simone Stiehl und Susanne Schäfer.

Wenn das Angebot gut funktioniert, würde es von den Kommunen weiter angeboten werden, erläutert Marian Schreier. Viel Vorbereitungszeit sei in den vergangenen zwei Wochen in den Impftag gesteckt worden, berichtet der Bürgermeister.

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Aktionen geplant

In der anschließenden Gemeinderatssitzung erläuterte Marian Schreier, dass die Kosten für den Impftag überschaubar gewesen seien und fasste zusammen: „Wir können als Stadt mit dieser Struktur selbst impfen und werden auch weiter impfen.“ In der Randenhalle wurden rund 80 Menschen geimpft. Nur bei drei Personen handelte es sich um Erst- oder Zweitimpfungen. Alle anderen erhielten die Booster-Impfung.