Für die Neugestaltung der Rathaus-Umgebung in Tengen wurde im vergangenen Jahr der Ausschreibungssieger gekürt. Das Ensemble aus dem bestehenden Rathaus, einem Ärztehaus mit Tagespflege und Tagesstätte, einem Feuerwehrgebäude sowie dem Bürgersaal mit anschließendem Musikpavillon soll in dem „langgezogenen Straßendorf“ Tengen eine Ortsmitte schaffen.

Der Siegerentwurf wird im Austausch mit Gemeinderat und Bürgern weiterentwickelt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte das Architektenteam den aktuellen Entwurf des Bürgersaals mit Musikpavillon vor.

Das Modell des neuen Tengener Ortskerns: Rechts der Bürgersaal mit Satteldach und anschließendem Musikpavillon, links das Ärztehaus. Hinter dem Bürgersaal befindet sich das geplante Feuerwehrhaus.
Das Modell des neuen Tengener Ortskerns: Rechts der Bürgersaal mit Satteldach und anschließendem Musikpavillon, links das Ärztehaus. Hinter dem Bürgersaal befindet sich das geplante Feuerwehrhaus. | Bild: Holle Rauser

Man habe versucht, in der Formsprache die örtlichen ländlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen, so Architekt Werner Bäuerle vom Architekturbüro Bäuerle-Lüttin. Das Bürgersaal-Gebäude, in dem auch die Ratssitzungen stattfinden werden, kommt mit einem Satteldach und innen sichtbarem Tragwerk in Holz daher. „Es soll ein traditionelles Haus in moderner Sprache sein. Schlicht, aber ansprechend“.

Flachdach des Pavillons ist umstritten

Der Bürgersaal ist mit dem Musikpavillon verbunden. Vor allem dessen Gestaltung mit Flachdach war im Rat nicht unumstritten. Beim Bürgersaal-Gebäude selbst wurde der fehlende Dachüberhang bemängelt. „Da besteht schon noch Diskussionsbedarf“, so Gemeinderätin Renate Hönscher.

Wie die neue Ortsmitte die Besucherströme des angrenzenden Schätzele-Marktes verkraften würde, war eine Überlegung von Gemeinderat Albrecht Finsler, der eine Visualisierung anregte. Noch müssen sich die Tengener etwas gedulden. Während sich das Ärztehaus fast im Bau befände, werde man im Hinblick auf den Bürgersaal in diesem Jahr sicherlich nicht mehr als die Baugenehmigung machen können, so Bürgermeister Marian Schreier. „Inzwischen haben wir nämlich die sehr unsichere finanzielle Situation durch die Corona-Krise„.

Schreier hofft auf Konjunkturpaket

Andererseits solle es ein Konjunkturpaket geben. „Wir sollten vorbereitet sein auf diesen Moment, wenn es Geld vom Bund gibt“, so der Bürgermeister. Die Investitionsprogramme auf kommunaler Ebene würden vermutlich Auflagen im Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit enthalten. Und Schreier erklärt: „Da passt der Bürgersaal mit seiner Holzbauweise sehr gut hinein. Es wäre ein ideales Vorhaben für ein kommendes Konjunkturprogramm“.

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