Tengen – Gerade ist er dabei, die Leuchtstoffröhren in der Tengener Nachbarschaftsschule auszuwechseln. Für den Betreuungsraum, in dem sich die Schulkinder ab 7 Uhr aufhalten, hat er schon einen Boiler organisiert.

Und jetzt in den Schulferien wird außerdem ein Boden in der Schule ausgewechselt – der neue Tengener Hausmeister Stefan Zumbiel hat alle Hände voll zu tun. Er legt selbst Hand an und unterstützt andere, die dies tun. Auch für Veranstaltungen wie Gemeindeimpftage und Gemeinderatssitzungen hat er bereits die notwendige Infrastruktur organisiert.

Mehr als nur Schlösser auswechseln

Der gelernte Kraftfahrzeugmechatroniker aus Tuttlingen-Möhringen bringt viele Erfahrungen mit, wie er berichtet. Er war bereits im öffentlichen Dienst und in der freien Wirtschaft tätig. Im Familienunternehmen seines Bruders und bei der Stadt Tuttlingen hat er gearbeitet.

„Die Zeit, in der ein Hausmeister nur Schlösser ausgewechselt hat, ist vorbei“, betont Stefan Zumbiel. Inzwischen müsse man sich in diesem Beruf auch im Bereich Technik auskennen und im IT-Bereich auf dem neuesten Stand sein. So ist er sich nicht ganz sicher, ob er seinen Beruf als Hausmeister, Haustechniker oder – neudeutsch – Facility Manager bezeichnen soll.

„Hier scheint immer die Sonne“

Im Herzen sei er 20 Jahre alt geblieben, erzählt Zumbiel. Darum will er auch nicht in der Zeitung lesen, dass er in Wirklichkeit drei Jahrzehnte älter ist. „Wenn ich nach Tengen fahre, kommt es mir vor, wie wenn ich nach Italien fahren würde. Denn hier scheint immer die Sonne“, berichtet er über den Weg, den er seit Anfang Dezember regelmäßig aus dem Donautal in den Hegau zurücklegt.

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Als Vater von zwei Kindern im schulpflichtigen Alter könne er sich gut in die Tengener Schulkinder hinein versetzen. Er sagt: „Das größte Lob für mich ist, wenn Kinder kommen und sich bedanken.“ In Tengen gefällt dem neuen Hausmeister, dass die Entscheidungswege kürzer sind als in einer großen Verwaltung. „Mit den städtischen Gebäuden möchte ich mich so weit identifizieren können, wie wenn es mein eigenes Haus wäre“, betont Stefan Zumbiel.