In der Stadt Tengen mit ihren Teilorten gibt es viele verschiedene sportliche Angebote. Nun hat auch der kleinste Tengener Teilort Talheim einen sportlichen Treffpunkt – einen eigene Bouleplatz. Der Platz ist mitten im Dorf zu finden, in der Nähe der Bushaltestelle. Durch ein neues Kunstwerk, das von Künstlerin Fatin Rahmouni an die dahinterliegende Wand einer Trafostation gesprüht wurde, hat er nicht nur original französisches Flair erhalten – sondern ist auch von Weitem gut erkennbar. Das Bild trägt den Titel „Les boulistes de Talheim“ – deutsch: Die Talheimer Boulespieler.

Unkompliziertes Spiel

„Wir wollten eine einfache und unkomplizierte Sportart im Dorf haben, die man auch im Alter und ohne große körperliche Fitness spielen kann“, berichtet Stefanie Restle, die mit ihrem Mann Christian das Projekt initiiert hat. Schnell können die anwesenden Dorfbewohner einige Gründe nennen, die für Boule sprechen: Man kann sofort loslegen und braucht keine teure Ausrüstung für den Sport.

Auch ein Rollator stört beim Spielen nicht

Boule kann von einer unterschiedlichen Anzahl an Spielern gespielt werden. Mehrere Generationen können die Sportart gemeinsam pflegen. Und sogar mit einem Rollstuhl oder Rollator kann man über ein kleines, ebenes Wiesenstück zur Boulebahn gelangen und mitspielen. Genau das Richtige für eine kleine Dorfgemeinschaft.

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Das Material für die Bahn habe die Stadt Tengen bezahlt. Gebaut worden ist die Bahn in Eigenleistung. „Viele Talheimer haben geholfen“, berichtet Stefanie Restle. Gemeinsam haben sie im Sommer 2019 den Platz ausgemessen, die Randsteine betoniert und den Sand in das Spielfeld gefüllt.

Neben der Bahn gibt‘s Platz zum Warten

„Die Bahn ist fast bundesligatauglich, nur etwas zu kurz“, berichtet Markus Rothweiler aus Talheim. Kugeln seien immer vor Ort. Falls mal zu viele Spielwillige da sind, sei dies kein Problem. Neben der Bahn befinden sich Tisch und Bank. Gemeinsam könne man dort bei einem Stück Käse und einem Glas Wein darüber fachsimpeln, wie nahe sich die Kugeln gerade gekommen sind.

Künstlerin sorgt für die Gestaltung

Künstlerin Fatin Rahmouni wurde als Künstlerin beauftragt, die Wand der Trafostation am Boule-Platz in Talheim zu bemalen. Als übergreifendes Thema wurde ihr Frankreich und das Spiel Boule genannt. Die Künstlerin hat nach eigenen Angaben rund zehn Sprühdosen Farbe dafür gebraucht. Die Zeichnung selbst konnte sie an einem Vormittag fertigstellen.

Künstlerin Fatin Rahmouni hat ein Bild für die Boulebahn in Tengen-Talheim gesprayt. Sie sagt über das Kunstwerk: „Als übergreifendes Thema wurde mir Frankreich und das Spiel Boule genannt.“ Die Künstlerin hat nach eigenen Angaben rund zehn Sprühdosen Farbe gebraucht, um das Bild zu sprühen. ..Foto: Bilel Rahmouni
Künstlerin Fatin Rahmouni hat ein Bild für die Boulebahn in Tengen-Talheim gesprayt. Sie sagt über das Kunstwerk: „Als übergreifendes Thema wurde mir Frankreich und das Spiel Boule genannt.“ Die Künstlerin hat nach eigenen Angaben rund zehn Sprühdosen Farbe gebraucht, um das Bild zu sprühen. ..Foto: Bilel Rahmouni

Bleibt die Frage, wer eigentlich auf dem Kunstwerk zu sehen ist. Dazu die Künstlerin: „Die Figuren sind von mir frei erfunden und stellen eine Gruppe alter Freunde dar, die ihre Zeit mit dem Spiel vertreiben und sich nebenher ein Späßchen miteinander erlauben.“