Die Linde ist in blau und gelb getaucht: Der Bürgerverein hat sein wiederbelebtes Gasthaus in Tengen-Büßlingen mit einer Ukraine-Flagge geschmückt. „Wir wollten helfen“, sagt Edwin Klopfer, stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins Linde.

Das Gasthaus hat immer am Mittwoch geöffnet. An diesem Mittwoch wollen sie alles zugunsten der Ukraine verkaufen. Traudl Ritter, Hannelore Hör-Hanselmann und der Rest des Küchenteams fertigen Fleischküchle. Am Abend zuvor hat das Küchenteam mehrere Stunden lang Kartoffeln geschält und geschnitten, um Kartoffelsalat anbieten zu können, wie Beate Ritzi berichtet.

Voller Einsatz für Notleidende

„Unsere Fleischküchle sind der absolute Renner“, so Klopfer. Und diese sind nur ein Teil des Ukraine-Tages. Morgens hat sich mit den „Lindenkäferle“ bereits die Krabbelgruppe getroffen. Mittags gibt es Kaffee und Kuchen. Und es gibt auch einen Tisch, an dem man Socken und Ostereier kaufen kann.

„Der gesamte Umsatz kommt Kindern und Kranken aus der Ukraine zugute“, erläutert Klopfer. Die viele Arbeit, wie das stundenlange Kartoffelschälen, und den Einkaufspreis haben Freiwillige ehrenamtlich übernommen.

Gemeinde rechnet mit 50 Zuweisungen

Auch im Tengener Gemeinderat wurden Ukraine-Flüchtlinge zum Thema. „Derzeit leben 30 geflüchtete Personen aus der Ukraine in Tengen und den Ortsteilen“, berichtete Tengens Bürgermeister Marian Schreier. Überwiegend wohnten diese in privaten Wohnräumen.

Die Verwaltung geht bei etwa 4.700 Einwohnern in Tengen von mindestens 50 ukrainischen Flüchtlingen aus, die aufgenommen werden sollen. Die meisten Personen seien aufgrund von Verwandtschaftsverhältnissen in den Hegau gekommen. Nur eine Familie sei aufgrund einer Zuweisung in Tengen gelandet.

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Aktionen wie die der Linde in Tengen-Büßlingen machen nicht nur den Flüchtlingen Hoffnung. Beate Ritzi vom Küchenteam zieht eine positive Bilanz: „Der Ukraine-Tag war ein voller Erfolg. Am Mittag kamen die Hegauer Wägele-Musikanten vorbei. Auch ukrainische Flüchtlinge waren da.“