Im Zentrum des Festgeschehens wird noch kräftig gewerkelt. Die Narrentage der Vereinigung Hegau-Bodensee fordern die Mitglieder der Tengener Kamelia-Zunft als Veranstalter in starkem Maß. Dennoch ist ihnen auch die Vorfreude auf die Veranstaltung anzumerken, die von heute, Freitag, 19. bis zum Sonntag, 21. Januar, insgesamt 7000 Hästräger und mindestens genauso viele Besucher locken wird.

Tengen ist schon für die bevorstehenden Narrentage geschmückt, wie die Bändel über der Ludwig-Gehrer-Straße zeigen. Es werden über 7000 Hästräger erwartet.
Tengen ist schon für die bevorstehenden Narrentage geschmückt, wie die Bändel über der Ludwig-Gehrer-Straße zeigen. Es werden über 7000 Hästräger erwartet. | Bild: Albert Bittlingmaier

Schließlich gilt es auch, durch die Großveranstaltung das 125-jährige Bestehen des Tengener Narrenvereins zu feiern. Und das lässt er sich viele tausend Euro kosten. Direkt bei der ins Geschehen eingebunden Randenhalle steht ein großes Zelt, das samt Anbau gut 2000 Besucher fasst.

Insgesamt finden auch bei widrigen Witterungsverhältnissen etwa 5000 Besucher Platz im Trockenen. Dafür sorgen auch 14 Besenwirtschaften beim Hauptereignis am Sonntag, 21. Januar, an dem um 13.30 Uhr der Jubiläumsumzug startet.

"Es ist enorm, was die Tengener Narren auf die Beine stellen", betont Walter Benz. Das Gottmadinger Fasnacht-Urgestein führt derzeit bei der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee kommissarisch die Geschäfte und ist in die Vorbereitungen der Narrentreffen integriert. Dabei geht es auch um Sicherheitskonzepte, die immer mehr verschärft und dessen Umsetzungen kostspieliger werden.

"Die Veranstalter sind vielfach durch die verschärften Vorgaben der Landratsämter gefordert, um die Sicherheit von Narren und Besuchern bei den Umzügen und dem närrischen Treiben in den Veranstaltungsorten zu gewährleisten. Die Kosten dafür sind schnell bei einem fünfstelligen Betrag. Der hat sich in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt", erklärt Benz.

Es werde deshalb immer schwieriger, Veranstalter für die Narrentage zu finden. "Umso mehr muss man den Tengenern größten Respekt zollen. Es ist auch nicht üblich, dass Veranstalter soviel überdachte Räume bieten, weil dies ein hoher Kostenfaktor bedeutet", sagt er.

Bei Simone Zeller und Susanne Schäfer laufen organisatorisch viele Fäden zusammen. "Wir sind schon lange mit der Arbeitseinteilung vor und während der Narrentage tätig", schildert Simone Zeller, die auch die Kamelia-Abteilung Burgnarren leitet.

"Nicht nur alle Gruppen unseres Narrenvereins, auch Zünfte der Stadtteile helfen mit. Dazu kommen viele neutrale Tengener", berichtet Susanne Schäfer, stellvertretende Kamelia-Zunftmeisterin. "Es werden gut 300 Helfer im Einsatz sein. Das Sicherheitskonzept haben wir mit Polizei und Security ausgiebig besprochen", so Präsident Michael Grambau.

 

  • Das Programm der Narrentage vom 19. bis 21. Januar, bei dem es auch ein buntes Treiben in der Randenhalle, dem Partybarzelt und den Besenwirtschaften gibt: 

    Freitag, 19. Januar: 19 Uhr Nachtumzug durch Tengen, anschließend Party-Nacht.

    Samstag, 20. Januar: 15 Uhr Kinder- und Narrenbaumumzug, Senioren- und Kindernachmittag, 19 Uhr Brauchtumsabend in der Halle, 19 Uhr Party-Nacht im Partybarzelt.

    Sonntag, 21. Januar: 9.30 Uhr Narrenmesse in der St.Laurentius Kirche, 13.30 Uhr Großer Jubiläumsumzug.

  • Das Wetter: Die derzeitigen Wetterprognosen sind günstig für das große Narrenfest. Für Freitagnacht sind leichte Plusgrade bei trockenem Wetter angesagt. Am Samstag soll nach einem niederschlagsfreien Nachmittag erst in den Abendstunden Schneefall einsetzen. Für den Sonntagnachmittag ist überwiegend bewölktes, aber trockenes Wetter mit sonnigen Abschnitten angesagt.

  • Die Sperrung: Die Bundesstraße B 314, die mitten durch Tengen führt, wird am Sonntag, 21. Januar, ab 12 Uhr bis zum Ende des großen Jubiläumsumzugs gesperrt.