Viele Begegnungen bei überschaubarem Aufwand: So könnte man die Idee des Kastaniensommers in Tengen umschreiben. Auf dem Kastanienpaltz neben dem Rathaus teilen sich verschiedene Vereine Bühnen- und Verpflegungszelte. Und jeder Veranstalter führt darauf ein Fest für die Tengener durch. Und bei Regen fällt die Veranstaltung einfach aus. In diesem Jahr fanden alle fünf Veranstaltungen an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden statt.

Eine Neuerung in diesem Jahr: Die Stadt Tengen führte einen Abend durch. Anstatt mit Blasmusik und Currywurst überraschte sie die Besucher mit Kino und Popcorn. Silvana Tesoniero vom Bürgermeisteramt fasst in der Pressemeldung zusammen: „Das Open Air Kino war ein voller Erfolg. 266 Besucher durften wir verzeichnen.“ Auf Nachfrage im Rathaus zeigte sich Saskia-Kersten-Reck vom Tourismusbüro erfreut von der Veranstaltung und erläuterte: „Ich war überrascht, dass so viele junge Zuschauer dabei waren.“ Weitere Besucher verfolgten auf Bierbänken den Film „Bohemian Rhapsody“. Das Wetter habe gehalten bis zum Schluss.

Frühschoppen zum Ausklang

Tengens Bürgermeister Marian Schreier verbindet sein Fazit über den Kinoabend gleich mit einer Zusage für das nächste Jahr: „“Ich bin sehr zufrieden mit der Premiere des Open Air Kinos – vor allen Dingen mit dem Zuschauerzuspruch. Wir werden das im nächsten Jahr daher wieder anbieten.“ Seinen musikalischen Ausklang fand der Kastaniensommer mit einem Frühschoppen mit den Baholz-Musikanten aus Schlatt. Veranstalter des Frühschoppens war die SV Fortuna Tengen.

Nicht jedes Jahr können alle Veranstaltungen des Kastaniensommers stattfinden. Immer wieder mal fällt ein Termin wegen Regens aus. In diesem Jahr konnten fast alle Vereine im Trockenen und mit vielen Besuchern feiern. Es gar nur eine Ausnahme: Der Tennisclub Tengen. Bei dessen Veranstaltung regnete es. Dennoch wurde sie von einigen unbekümmerten Tengenern besucht. Und deren Vorsitzender Georg Eichkorn hatte es sportlich genommen: „Der Kastaniensommer ist ein Fest für die Vereine. Und wenn wir Wetterpech haben, haben andere Vereine eben Glück.“ Zu den Vereinen, die dieses Glück hatten, zählte die SG Tengen-Watterdingen. Bei einer Veranstaltung mit den Randemusikanten hatten die Sportler aus Watterdingen alle Hände voll zu tun, um die Scharen der Besucher bedienen zu können.

Musik ohne Strom

Auch der Förderverein des Narrenvereins Kamelia Tengen konnte sich über viele Beucher freuen. Zu Gast war bei deren Auftaktveranstaltung die Combo Most. Most steht für „Musik ohne Strom“. Sowohl die Most-Musiker als auch die Randenmusikanten bewiesen, wie publikumsnah sie sind. Die Randenmusikanten, indem sie das Bühnenzelt zum Teil verließen und mitten unter den Besuchern spielten. Und die Musik Most, indem sie das Bühnenzelt gar nicht erst betraten, sondern sich am Rande unter den Kastanien selbst ein geeignetes Plätzchen suchten, wo sie auftreten konnten.