Watterdingens Ortsvorsteher Stefan Armbruster hat seinen Rückzug aus dem Amt angekündigt. Nach zehn Jahren Arbeit als Ortsvorsteher wolle er im Zuge der Kommunalwahlen nicht erneut als Ortsvorsteher kandidieren. Dies sagte Armbruster nun beim Watterdinger Neujahrsempfang im Bürgersaal. Er forderte die junge Generation auf, sich aktiv in der Kommunalpolitik einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.

Volles Haus im Bürgersaal

Wie schon im vergangenen Jahr platzte der Bürgersaal beim Neujahrsempfang in Watterdingen schier aus allen Nähten. Der gut aufgelegte Ortsvorsteher Stefan Armbruster begrüßte zu Beginn seiner Ansprache insbesondere die Neubürger, die speziell eingeladen worden waren und die er dazu ermunterte, sich in den Vereinen umzuschauen, um sich einfacher und schneller in die Ortsgemeinschaft zu integrieren. Bei seinem Rückblick lobte er die abgeschlossenen Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten und insbesondere den Straßen- und Kanalausbau in der Langwiesenstraße.

Ringen um die Durchgangsstraße

Doch dann legte er seine Finger in alte Wunden und erinnerte daran, dass der Radschutzstreifen an der Durchgangsstraße noch immer fehle und die Lärmbelästigung dort durch Lkw immer mehr zunehme. Doch erkannte Armbruster auch an, dass andere Teilorte vom Durchfahrtsverkehr noch stärker betroffen und der Stadt rechtlich diesbezüglich die Hände gebunden seien.

Er monierte auch den schlechten Zustand der Kreisverbindungsstraße zwischen Watterdingen und Leipferdingen, wo man seit 1985 auf den Ausbau durch den Landkreis warte. Größere Maßnahmen würden 2019 in Watterdingen nicht umgesetzt werden, doch hoffe der Ortschaftsrat, dass Grundstücke für ein kleines Baugebiet angekauft werde.

Am Ortseingang aus Richtung Engen richte man Warteflächen an den Bushaltestellen ein, damit die Kinder dort ungefährdet auf den Schulbus warten könnten.

Auch das Thema Flüchtlingsunterbringung beschäftigte die Stadtverwaltung Tengen weiterhin, wie Armbruster erklärte, da Anschlussunterkunftsplätze bereitgestellt werden müssten. Daher habe sich die Stadt dazu entschlossen, von der Kirchengemeinde das ehemalige Pfarrhaus in Watterdingen anzumieten, was eine gute Lösung sei.