Das Wetter hat perfekt mitgespielt: Bereits bei der Eröffnung des 49. Oktoberfests in Wiechs am Randen mit dem Bierabend war das Festzelt proppenvoll. Stefan Leichenauer als Organisationleiter und Vorsitzender des veranstaltenden Musikvereins zeigte sich vom Publikumsansturm überrascht und meinte, dass er sich nicht daran erinnern könne, dass um diese Uhrzeit schon mal so viel los gewesen sei.

Bei der Eröffnung türmen sich die Teller in statisch bedenkliche Höhen auf.
Bei der Eröffnung türmen sich die Teller in statisch bedenkliche Höhen auf. | Bild: Elmar Veeser

Die vielen Helfer freuten sich auch darüber, doch insbesondere in der Küche schufteten sie an der Kapazitätsgrenze. Was alleine innerhalb der frühen Abendstunden an Blut- und Leberwürsten, Bauchfleisch, Sauerkraut und Bauernbrot vertilgt wurde, war derart viel, dass sich die leeren Teller auf der Abgabetheke in statisch bedenklichen Höhen auftürmten.

„Höhentrainingslager“ für Schätzele-Markt

In seiner Ansprache zum Bieranstich dankte Bürgermeister Marian Schreier dem Organisationsteam, dem Musikverein Wiechs am Randen und allen Helfern für den Einsatz, der sich, wie man am großen Besucherandrang sehe, auch wirklich gelohnt habe.

Der Tengener Bürgermeister ist auch immer für flotte Sprüche gut und einer davon war, dass er den Oktoberfest-Bieranstich als Höhentrainingslager für den kommenden Schätzele-Markt in Tengen nutzen wolle. Dann kündigte er an, dass beim 50. Oktoberfest, das ja im nächsten Jahr anstehe, gleich zwei Fässer angestochen würden, wobei er das zweite dann Ortsvorsteherin Gabriele Leichenauer überlassen wolle. Diese nahm die Herausforderung gelassen an und meinte, man werde dann ja sehen, wer weniger Schläge brauche. Jedenfalls benötigte Schreier an diesem Abend deren Drei und reckte nach Vollzug den Zapfschlegel wie eine Trophäe in die Höhe.

Manfred Müller moderiert den Abend

Als Ansager und Stimmungsmacher des Oktoberfests war Manfred Müller voll in seinem Element, denn als musikalischer Leiter des Musikvereins Wiechs am Randen hat er Routine darin, das Publikum zu animieren.

Wie es sich gehört, begrüßte er die Gäste mit der längsten Anreise, die dieses Mal aus China stammten: Roy Lin und Martin Ding aus Sanxinag in der südchinesischen Provinz Guangdong waren mit ihrem Arbeitskollegen Stefan Armbruster, dem Ortsvorsteher von Watterdingen, da. Sie fühlten sich ausgesprochen wohl und schunkelten mit. Manfred Müller begrüßte auch Gäste aus Holland und der Schweiz, die Dank der Grenznähe sehr zahlreich vertreten waren.

Lauwarmes Bier in Schutterwald

Da der Schutterwalder Musikverein während der Begrüßung aufspielte, gab Manfred Müller eine Anekdote zum Besten: Als sie, die Musiker aus Wiechs am Randen, in Schutterwald zu Gast gewesen seien, habe bei ihrem Auftritt so eine Affenhitze geherrscht, dass Musiker den ersten erfrischenden Schluck Frischgezapftes herbeigesehnt hätten.

Doch als das Fass mit Ulmer Bier angestochen worden sei, habe man feststellen müssen, dass dieses nicht gekühlt gewesen sei. Doch bis auf das lauwarme Bier, so versicherte Müller, sei der Ausflug rundum gelungen gewesen.

Vorschau auf 2020

Beim 50. Oktoberfest im kommenden Jahr wolle man, so der Vorsitzende des Musikvereins Wiechs am Randen, Stefan Leichenauer, eigentlich nichts anders machen. Konzept und damit Erfolgsrezept des großen Herbstfestes sei nun mal die Blasmusik mit Metzgete und Bier. Auf dieser Basis wolle man das eine oder andere Glanzlicht setzen. Die Planungen für das Jubiläums-Fest gingen in Kürze los und man werde sich wieder ordentlich ins Zeug legen.