Richard Wolfframm, der Geschäftsführer des Servicehauses Sonnenhalde, nahm es gelassen hin, dass ausgerechnet am Tag vor der offiziellen Eröffnung des Senioren-Wohnparks in Tengen Pferde auf dem frisch verlegten Rollrasen hinter dem Gebäude ihre tiefen Huftritte hinterlassen hatten.

Bis auf dieses kleine Missgeschick lief die Eröffnung perfekt ab. Der Besucherandrang war groß, auch schon beim Gottesdienst am Vormittag, und bei den offiziellen Reden am Nachmittag war der Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss so voll, dass die Menschen bis in den Eingangsbereich hinaus stehen mussten.

Anspruch auf Humor und Lachfalten

Richard Wolfframm kam in seiner Ansprache auf das Basiskonzept des Servicehauses Sonnhalde zu sprechen, wobei großer Wert darauf gelegt werde, dass die Bewohner der Seniorenresidenz am gesellschaftlichen Leben teilnehmen könnten. Das Alter habe auch Anspruch auf Humor und Lachfalten, wie er fortfuhr, und deshalb würden auch Feste gefeiert und die Gemeinschaft groß geschrieben.

Dies solle ein „Offenes Haus“ mit Kontakt zur Gemeinde und deren Bevölkerung sein. Auch dankte er den privaten Investoren, die wesentlich dazu beigeträgen hätten, dass der Senioren-Wohnpark Sonnenhalde mit neunzig Appartements nun Realität geworden sei.

Mehrere Dutzend neue Arbeitsplätze

Tengen sei die Schaltstelle, wo unter anderem auch für derzeit entstehenden Einrichtungen in Blumberg und Gailingen (siehe Infokasten) gekocht würde, wie Wolfframm verriet, worüber sich Bürgermeister Marian Schreier besonders freute, der in seiner Rede mit einem Augenzwinkern hervorhob, dass ihn das nicht wundere, denn Tengen sei ja sowieso das Zentrum des Hegaus.

Am Tag der offenen Tür in der Senioren-Residenz (von links): der Geschäftsführer des Servicehauses Sonnenhalde, Richard Wolfframm, Bürgermeister Marian Schreier, Pflegedienstleiterin Dorina Bienert, Heimleiterin Lisa Meißner.
Am Tag der offenen Tür in der Senioren-Residenz (von links): der Geschäftsführer des Servicehauses Sonnenhalde, Richard Wolfframm, Bürgermeister Marian Schreier, Pflegedienstleiterin Dorina Bienert, Heimleiterin Lisa Meißner. | Bild: Elmar Veeser

Marian Schreier sprach von einem besonderen Tag, da das Thema Pflege die Stadt seit langem beschäftige und man nun wieder über eine ortsnahe Pflegeeinrichtung verfüge. Der Bürgermeister zeigte sich vom Haus angetan, das sonnendurchflutet sei, mitten im Grünen liege, eine herrliche Aussicht gewähre und nach modernsten Erkenntnissen ausgestattet sei. Darüber hinaus, das hob er besonders hervor, seien auch mehrere Dutzend neue Arbeitsplätze entstanden.

Lisa Meißner leitet das Haus

Die Heimleitung hat Lisa Meißner inne, die in Schlatt am Randen wohnt und in Zwickau Gesundheitswissenschaften studiert hat. Schon während der Aufbauphase der Seniorenresidenz, also seit mehr als einem Jahr, sei sie aktiv miteingebunden gewesen und habe sich im Pflegeheim Singen einarbeiten können. Seit Aufnahme der Pflegedienste im August seien bereits 40 der insgesamt 90 Plätze belegt, verriet Lisa Meißner.

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Musikalische Unterhaltung am Tag der offenen Tür gab es auch, nämlich von vier jungen Damen, dem Hegau-Quartett, das „Theo, spann den Wagen an“ vortrug und „Don‘t worry be happy“ sang. Auch die Stadtkapelle Tengen spielte auf.

Sonnenhalde expandiert

Das Servicehaus Sonnenhalde hat mit Tengen seine siebte Seniorenresidenz eröffnet und ist mit etwa 850 Mitarbeitern und rund 1050 Plätzen einer der größten privaten Anbieter von Leistungen rund um das Thema Pflege.

Das Unternehmen expandiert derzeit stark, denn in Blumberg (60 Plätze) entsteht derzeit eine weitere Einrichtung und auch in Gailingen (75 Plätze) wird das Servicehaus Sonnenhalde eine weitere Senioren-Residenz betreiben.