Obwohl sie im Ostergottesdienst das Wort "ökumenisch" vermieden haben, zeichnete doch genau dies das Fest zur Auferstehung Christi aus: Das Miteinander von katholischen und evangelischen Christen. Zusammen haben die evangelische Prädikantin Sieglinde Ringling und der katholische Pfarrer Harald Dörflinger den Gottesdienst geleitet.

Deutlich wurde die Einheit vor allem beim Auftritt der Ökumenischen Chorgemeinschaft. Sie wurde von einem Projektchor unterstützt. Die rund 50 Sängerinnen und Sänger führten "The Latin Jazz Mass" von Martin Völlinger auf, die Leitung hatte Jelena Mirkov.

Völlinger verbindet in der Komposition den lateinischen Messtext mit lateinamerikanischen Rhythmen. Die Sänger kommen aus Tengen, Pfohren, Kommingen, Mundelfingen und Hilzingen.

Die Oekumenische Chorgemeinschaft Tengen singt im Gottesdienst eine jazzige Messe – und begeistert die Zuhörer. Im Juni ist das Werk nochmals zu hören. Bild: Uli Zeller
Die Oekumenische Chorgemeinschaft Tengen singt im Gottesdienst eine jazzige Messe – und begeistert die Zuhörer. Im Juni ist das Werk nochmals zu hören. Bild: Uli Zeller

Renate und Günter Stadelhofer aus Tengen singen in der Chorgemeinschaft mit. Sie loben das Miteinander: "Die Proben haben sehr viel Spaß gemacht. Von der ersten Probe an war es ein Genuss", sagte Renate Stadelhofer. Mit Liedern wie "Sanctus Domino", "Agnus dei" oder dem gesungenen Vater unser brachte der Chor die Zuhörer zum Staunen, Beten und Nachdenken. Nach dem Gottesdienst raunten Zuhörer einander zu: "Phänomenal!" Oder: "Einfach klasse!" Oder: "Das hat sich gelohnt."

Die Oekumenische Chorgemeinschaft mit Dirigentin Jelena Mirkov; am Piano Daniel Kübler, am Schlagzeug Elija Kaufmann.
Die Oekumenische Chorgemeinschaft mit Dirigentin Jelena Mirkov; am Piano Daniel Kübler, am Schlagzeug Elija Kaufmann.

Begeistert war auch Gottesdienstbesucher Wolfgang Krall: "Es war sehr schön. Meine Frau hat auch mitgesungen." Daniela Hofgärtner war zu Besuch bei ihrer Familie in Tengen-Uttenhofen. "Der Chor hat Schwung in die Bude gebracht", sagte sie. "Der Gottesdienst wurde dadurch viel lebendiger. Musikalisch war es sehr gut. Die Begeisterung ist übergesprungen. Ich bin eigentlich keine Kirchgängerin – aber wenn so ein Chor auftritt, komme ich gerne wieder."

Erneuter Auftritt im Juli

Dazu hat sie Gelegenheit. Am Freitag, 21. Juli, 19 Uhr, wird die Chorgemeinschaft die Jazz-Messe ein weiteres Mal aufführen: in der Tengener Kirche St. Laurentius, dann in Form eines Konzerts. Bei der instrumentalen Besetzung kommt dann zu Klavier und Schalgzeug ein Saxophon hinzu.