Die Gemeinderatsmitglieder und die Zuschauer spendeten Applaus, als die neu gewählten Ortsvorsteher sowie deren Stellverteter aus der Hand von Bürgermeister Marian Schreier ihre Ernennungsurkunden erhielten. Der Büßlinger Ortsvorsteher Josef Ritzi hatte zuvor den Amtseid abgelegt – im Namen aller anderen nun vom Status her als Ehrenbeamte auf Zeit gewählten Kollegen. Besonders war, dass erstmals für Talheim-Uttenhofen ein Ortsvorsteher gewählt wurde. Es ist Robert Mick und zu seinem Stellvertreter wurde Stefan Leichenauer ernannt.

Im Gemeinderat Tengen war im vergangenen Jahr mit Blick auf die Kommunalwahl 2019 beschlossen worden, einen gemeinsamen Ortschaftsrat Talheim-Uttenhofen mit insgesamt sechs Ortschaftsräten einzurichten. Damit kamen nun auch die Talheimer und Uttenhofener in den Genuss, Ortschafträte aus ihren Reihen wählen zu dürfen. Talheim und Uttenhofen hatten bis dahin mit der Kernstadt den Stadtbezirk Tengen gebildet.

Neu im Amt ist auch Thomas Wezstein. Das Gemeinderatsmitglied löst Edmund Sturm als Ortsvorsteher von Blumenfeld ab, der sich aus seinen kommunalpolitischen Ehrenämtern verabschiedete. In den anderen Teilorten wurden die Ortsvorsteher in ihren Ämtern bestätigt (siehe Infokasten).

Bürgermeister Marian Schreier gratulierte den frisch gewählten, ehrenamtlich tätigen Amtsträgern und umriss deren Aufgaben, Rechte und Pflichten: Auch wenn der Ortsvorsteher selbst kein Gemeinderatsmitglied sei, könne er an Sitzungen des Gemeinderats mit beratender Stimme teilnehmen. Die Aufgaben des Ortschaftsrats und damit des Ortsvorstehers ergäben sich teilweise unmittelbar aus dem Gesetz.Gemäß Paragraf 70, Absatz 1, der Gemeindeordnung habe der Ortschaftsrat die örtliche Verwaltung zu beraten und sei in wichtigen Angelegenheiten der Ortschaft vom Bürgermeister oder vom Gemeinderat zu hören. Schließlich habe er gegenüber den zuständigen Gemeindeorganen ein Vorschlagsrecht in allen Angelegenheiten, die die Ortschaft beträfen.

Klassische Beispiele seien etwa Bauvorhaben, Sanierungen öffentlicher Gebäude, Straßen und Ähnliches. Als sogenannter Quartiermanager sei eine seiner Hauptaufgaben, dafür zu sorgen, dass das soziale Zusammenleben funktioniere, so Marian Schreier.