In Tengen-Blumenfeld ist zusammengekommen, was zusammen passt: Knapp 20 Sänger, die Freude an ihren Liedern haben. Etwa 100 Zuhörer, die einen Frühlingsabend im Freien genießen wollten. Und ein Schlosshof, der eine außergewöhnliche Kulisse für die 14 unterhaltsamen Stücke bot. Schlager von Reinhard Fendrich, Peter Alexander und Hubert von Goisern hatten die Sänger dabei. Sie tanzten in ihren Stücken mit ihren Zuhörern in den Himmel hinein, sangen ein Loblied auf das Bier – und ließen die Biene Maja durch den Schlosshof schweben.

Die Zuhörer genießen

Die Zuhörer lauschten zum Teil mit geschlossenen Augen, sie wippten mit den Füßen und summten die Lieder mit. Dirigent Thomas Löchle wechselte immer mal wieder ans Klavier und Vize-Dirigent Robert Mick übernahm zeitweise den Taktstock.

Durch eine Beobachtung brachte Tengens Bürgermeister Marian Schreier die Zuhörer zum Lachen. Das Konzert kostete keinen Eintritt, stattdessen gab es ein Vogelhäuschen für freiwillige Spenden. Obendrauf klebte das Wort „Danke“. Schreier fiel nun auf, dass diese Karte bei einem früheren Anlass an die Sänger überreicht wurde. Darin sah er einen Beweis für die Sparsamkeit des Vereins: „Von diesen Sängern wird kein Cent verschwendet“, so Schreiers Fazit.

Die Chorgemeinschaft Blumenfeld-Tengen-Talheim trat zu einem Konzert im Schlosshof in Tengen-Blumenfeld auf. Sie hauchten damit dem leerstehenden Gebäude wieder neues Leben ein. Dies könnte der kulturelle Auftakt für die von der Stadt Tengen gewünschte Zwischennutzung des Blumenfelder Schlosses sein.
Die Chorgemeinschaft Blumenfeld-Tengen-Talheim trat zu einem Konzert im Schlosshof in Tengen-Blumenfeld auf. Sie hauchten damit dem leerstehenden Gebäude wieder neues Leben ein. Dies könnte der kulturelle Auftakt für die von der Stadt Tengen gewünschte Zwischennutzung des Blumenfelder Schlosses sein.

Benno Wezstein hatte als Vorsitzender der Chorgemeinschaft die beiden Hausherren begrüßt: Ortsvorsteher Edmund Sturm und Marian Schreier. Schreier bezeichnete daraufhin die Aufgabe als Schossherr als schwierig. Aber eines erleichtere die Sache: „Diese Woche ist Herr Sturm dran mit der Kehrwoche.“

Mit Sinn für Humor

Die Sänger glänzten ebenfalls mit Sinn für Humor. Sie bezeichneten sich in einem Stück selbstironisch als „die alten Säcke vom Männerchor“. Ihre Stimmen würden langsam brüchig, während der Bauch wachse. Dass sie deshalb aber nicht nur kurze Lieder singen mussten, stellten sie mit einem vierstimmigen Stück gleich unter Beweis.

„Die Fahrt von Rielasingen nach Blumenfeld hat sich gelohnt“, meinte Konzertbesucher Anton Kohler in der Pause. „So ein Ambiente findet man in ganz Singen nicht.“ Und so könnte das Konzert auch der kulturelle Auftakt für die von der Stadt Tengen gewünschte Zwischennutzung des Blumenfelder Schlosses gewesen sein.