Die offizielle Einweihung des neuen Bauhofs der Stadt Tengen entwickelte sich im Laufe des Tages zum Volksfest, denn trotz wechselhaften, kühlen Wetters ließen es sich viele Bürger nicht nehmen, den Festivitäten beizuwohnen.

Bei Bratwürsten und Bier sorgten die Stadtkapelle Tengen und am späteren Nachmittag der Musikverein Riedöschingen für musikalische Unterhaltung. Es gab Führungen, um den neuen Bauhof kennenzulernen und eine Ausstellung mit großformatigen Fotos, die der Bevölkerung die vielfältigen Aufgaben der Bauhofmitarbeiter näherbrachte.

Zweieinhalb Jahre von der Planung bis zur Eröffnung

Schon am Vormittag, bei der Segnungsfeier, die Pfarrer Harald Dörflinger zelebrierte, waren alle Sitzplätze belegt. Danach oblag es Bürgermeister Marian Schreier, die Entstehungsgeschichte des neuen Bauhofs Revue passieren zu lassen, die vom Grundsatzbeschluss des Gemeinderats im Dezember 2016 für den Neubau bis zur Einweihung gerade mal zweieinhalb Jahren dauerte.

Beheizbare Halle und moderne Werkstatt

Auch vergaß er nicht die Vorteile des neuen Bauhofs hervorzuheben, etwa die hohe Funktionalität der Halle durch mehrere Sektionaltore, die besseren Lagerungsmöglichkeiten für Material und Schüttgut, der großzügig ausgestattete Werkstattbereich, die komfortableren Arbeitsbedingungen mit dem Sozialtrakt für die Mitarbeiter, die beheizbare Halle und nicht zuletzt der vom Betriebsgebäude getrennte Grünschnittbereich.

1,9 Millionen Euro investierte die Stadt – damit war der neue Bauhof das größte Bauprojekt des Jahres. In seiner Rede hob Schreier zwei Protagonisten besonders hervor, nämlich den Bautechniker der Stadt, Christian Weber, und den Bauhofleiter Ludwig Küderle, die gemeinsam für die wichtigen Vorplanungen verantwortlich gewesen, später am Bauplan beteiligt und schließlich auch während der Bauphase täglich vor Ort gewesen seien, wie der Bürgermeister erläuterte.

Bürgermeister bricht Lanze für Bauhofmitarbeiter

Schreier dankte auch dem Architekturbüro und nicht zuletzt dem Gemeinderat, der die Finanzierung bereitgestellt und seine Expertise habe miteinfließen lassen. Auch vergaß der Verwaltungschef nicht, eine Lanze für die Arbeit der Männer vom Bauhof zu brechen, die sowohl Tiefbau- als auch Straßenbauarbeiten leisteten, für den Winterdienst sowie die Grün- und Baumpflege verantwortlich seien, Straßen und Flächen vom Abfall und Müll befreiten und zum Beispiel bei einer Spielplatzgestaltung kreativ sein müssten.

Schließlich ergriff Bauhofleiter Ludwig Küderle das Wort und erntete vieler Lacher für sein „Me muss au warte könne“, womit er betonte, wie überfällig der Neubau gewesen sei und wie sehr seine Mitarbeiter und er diesen Tag herbeigesehnt hatten.

Bauhofleiter dankt Schreier

Sein besonderer Dank ging dann an Bürgermeister Marian Schreier, dessen Anteil an der Entstehung des neuen Bauhofs ein entscheidender gewesen sei. Ihm zu Ehren hätten die Bauhofmitarbeiter sogar eine Hainbuche im Hof gepflanzt, wie er ergänzte.

Als der Bürgermeister zur Eröffnung das rote Band durchschnitt und die Anlage damit offiziell ihrer Bestimmung übergab, brandete Applaus auf. Einen Schatten auf die Eröffnungsfeier warf die Mitteilung über den unerwarteten, plötzlichen Tod des aus Watterdingen stammenden Gemeinderates Manfred Frank, der am Abend zuvor verstorben war.