Das neue Pflegeheim in Tengen ist noch kein Jahr in Betrieb. Und schon haben die beiden Kirchen ihre Verantwortung als Christen wahrgenommen. Sie gehen zu den Menschen im Pflegeheim. Und bieten jede Woche einen Gottesdienst für sie an.

Donnerstags um 16 Uhr finden dort die Gottesdienste statt. Der katholische Pfarrer Harald Dörflinger erläutert: „Die Gottesdienste tragen dazu bei, dass die Räume durchbetet und geistlich durchdrungen werden können und dass die Mitfeiernden Altgewohntes erfahren.“

Zusammenarbeit wichtig für Familien

Diese Präsenz der Kirchen ist erstaunlich. Handelt es sich beim Betreiber des Heimes doch um keinen christlichen Träger. Und wenn man sich die Heime in den umliegenden Städten anschaut, ist es längst kein Standard, dass es dort jede Woche einen Gottesdienst gibt. Die regelmäßigen Gottesdienste im Altenheim sind ein Ergebnis des Wohlwollens zwischen evangelischer und katholischer Kirchengemeinde in Tengen.

Der evangelische Pfarrer Michael Weber hat seine Stelle erst im vergangenen Jahr neu angetreten. Er ist neben Hilzingen auch für Tengen zuständig. Er betonte beim Neujahrsempfang, wie wichtig die Zusammenarbeit der beiden Kirchen sei: „In vielen Familien ist ein Partner katholisch und der andere evangelisch. Hier wollen wir keinen Keil hinein treiben. In Jesus Christus sind wir vereint.“

Starkes Zeichen für Miteinander

Als Beispiel der ökumenischen Zusammenarbeit aus dem vergangenen Jahr nannte die Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderates, Elke Luckner, einige Aktivitäten der Ökumenischen Chorgemeinschaft Tengen. Der Chor besteht aus katholischen und evangelischen Christen und ist somit ein starkes Zeichen für das positive Miteinander in Tengen.

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Die Vorsitzende des katholischen Pfarrgemeinderates, Ulla Welte, zeigte sich nach dem ökumenischen Neujahrsempfang in Tengen erfreut und äußerte: „Das ist die Zukunft. Es ist super, wenn sich Christen auf ökumenischer Ebene begegnen und sich gegenseitig ergänzen.“