Seit Jahren ist der Gemischte Chor Weil Vorbild bei der Nachwuchsgewinnung, gelingt es doch immer wieder, junge Menschen für den Chorgesang zu motivieren. Beim Konzert zur Adventszeit waren sechs neue Sänger und Sängerinnen dabei, bei 39 Aktiven – eine stolze Leistung in einem Ort mit rund 250 Einwohnern. Einige der Akteure kommen auch aus anderen Orten im Hegau. die jungen Sänger David Steiner und Marco Appelt führten nun beim Konzert gekonnt durch das Programm. Amelie Stegmüller begleitete am Klavier Gesangsstücke wie "Kyrie", "Angels' Carol" sowie das gemeinsame Schlusslied: „Süßer die Glocken nie klingen“.

Maren Buchmann hatte Solo-Auftritte mit „The sound of silence“ von Paul Simon und „My favourite things" aus dem Musical „Sounds of Music“; und Marlene Huber mit „Cry me a river" von Arthuer Hamilton sowie „Lied der Christel“ aus der Operette „Der Vogelhändler“. Die Zuhörer applaudierten nach den Solo-Vorträgen lange. Beide jungen Sängerinnen sind Schülerinnen von Larissa Malikova an der Jugendmusikschule Westlicher Hegau.

Larissa Malikova wiederum beeindruckte mit ihrem Klavierspiel, und zwar bei drei Stücken des argentinischen Tango-Komponisten Astor Piazzolla: "El Viaje", "Pedro y Pedro" und "Sensuel".

Dem Chor gelangen bei "Joy to the World", "Zündet die Lichter der Freude an", "Im Winterwald" und "Es ist ein Ros entsprungen" atmosphärische Interpretationen. Winfried Polte begleitete mit der Posaune das Lied „Friede auf Erden“, Roland Meßmer (Trompete) und Reinhold Mang (Cajon) spielten bei der tschechischen Volksweise "Einsam ist der Weg". Chor und Publikum sangen am Ende des Konzertes gemeinsam „Süßer die Glocken nie klingen“ unter Leitung der Dirigentin Larissa Malikova mit Begleitung durch Klavier, Posaune und Trompete.

Eine große Überraschung war der Auftritt von Alphornbläsern aus Weil. Winfried Polte, Ekkehard Polte und Ina Polte mit Trompetenbegleitung von Roland Meßmer spielten den "Andachtsjodler". Mit großem Beifall wurde dieses Debüt gefeiert.