Bei einer Begehung, an der unter anderem der Watterdinger Ortsvorsteher Stefan Armbruster, die Tengener Gemeinderäte Renate Hönscher und Josef Münch sowie der Leipferdinger Ortsvorsteher Jürgen Keller teilgenommen haben, wird klar, dass sich das auf Konstanzer Kreisseite befindliche und mit 4,50 Meter Breite für moderne Fahrzeuge zu schmale Teilstück der Kreisstraße 6131 mit seinen Schlaglöchern, Rissen, der teilweise weggeplatzten obersten Teerschicht und den unbefestigten, streckenweise tiefe Rillen aufweisende Randstreifen stark sanierungsbedürftig ist.

Diese Analyse teilt auch das Amt für Nahverkehr und Straßen in Konstanz und bescheinigt der K 6131 einen sehr schlechten Substanzwert. Nichtsdestotrotz, so ließ der Landkreis Stefan Armbruster in seiner schriftlichen Antwort wissen, sei die Straße, die zudem unterdurchschnittlich ausgelastet sei, sicher zu befahren und weise auch keine besondere Unfallhäufigkeit auf. Zudem kontrolliere und gewähre die Straßenmeisterei Welschingen einen verkehrssicheren Zustand. Realistisch sei der Straßenausbau ab dem Jahr 2022, falls Kapazitäten frei und Geld vorhanden sei, wie das zuständige Amt weiter mitteilte.

Immer wieder Schäden an entgegenkommenden Fahrzeugen

Doch sowohl die Watterdinger als auch die Leipferdinger wollen nicht locker lassen, denn auch die Nachbargemeinde aus dem Landkreis Tuttlingen leidet unter dem maroden Teilstück, wie Ortsvorsteher Jürgen Keller erklärt. Was nütze ihnen ihre bis zur Kreisgrenze schön ausgebaute Straße, wenn diese auf halbem Wege in das marode Teilstück nach Watterdingen übergehe, das aus gutem Grund für Fahrzeuge über sechs Tonnen gesperrt sei.

Für den Schwerverkehr bedeute dies lange Umgehungsstrecken, da er entweder über die Verbindungen Blumberg – Randen – Tengen oder über Kirchen-Hausen – Engen ausweichen müsse, wie Keller ergänzt. Andererseits wolle man auch keine neue Lkw-Trasse schaffen, wie Armbruster einwirft. Er schlägt deshalb vor, eine Längen- statt einer Gewichtsbegrenzung für den Schwerlastverkehr auf der K 6131 nach dem Ausbau einzuführen. Kaum gesagt, muss ein Auto über den Randstreifen hinaus aufs Grüne ausweichen, weil ihm ein großer Traktor – für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr ist auch das marode Teilstück frei – entgegenkommt. Das passiere öfters, wie der Watterdinger Ortsvorsteher berichtet, immer wieder gebe es Beinahunfälle mit Kratzern und abrasierten Außenspiegeln.