Heiner Wetzstein, der Vorsitzende vom Männergesangverein Liederkranz 1860 aus Büßlingen, hatte im Vorfeld nicht zu viel versprochen. Das Freundschaftssingen beim Herbstfest samt Metzgete aus heimischen Produkten kam bei den Festgästen wieder gut an. Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Körbeltalhalle schon beim Freundschaftssingen, zu dem auch Bürgermeister Marian Schreier mit Gattin gekommen war. Sieben Chöre gaben sich ein gesangliches Stelldichein und die Zuhörer durften sich an klassischen und modernen Liedern erfreuen.

Ohne Zugaben geht es nicht

Mit dem Chorsatz „Ticino e vino“ eröffnete der gemischte Chor von Lohn aus der Schweiz das gesangliche Programm mit ihrer Dirigentin Sabina Hess. Und da Lohn auf dem Höhenzug des Randens liegt, passte natürlich auch das Lied „Lueg vom Bärg is Tal“ zur Stückauswahl. Der zweite Auftritt gehörte dem Männergesangverein Riedheim. Mit dem in den 60er Jahren herausgekommenen Lied „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ sang sich der Chor in die Herzen der Zuhörer und weckte Erinnerungen an die damalige Zeit. Die weiteste Anreise hatte der gemischte Chor Menningen, einem Ort in der Nähe von Meßkirch. Mit dessen letzten Stück „Ein Lied kann eine Brücke sein“ wollte er Freundschaft schließen zu den vielen Sängerinnen und Sänger in der Körbeltalhalle.

S’Chörli Sekt und Selters aus Stockach zählte sechs Sängerinnen, und das, was sie auf die Bühne brachten, begeisterte die Zuhörer. Im Übrigen war Büßlingen ihr erster Auftritt seit es das Chörle gibt und dabei waren sie, wie alle anderen Chöre an diesem Abend, für eine Zugabe vorbereitet.

Auch ein Kirchenchor ist dabei

Nahezu 30 Sänger brachte der Männergesangverein Eintracht Salem-Neufrach auf die Bühne. Zur Begrüßung besangen sie in dem mucksmäuschenstillen Konzertraum den Bodensee. Des Weiteren erinnerten sie auch an die frühere Zeit mit einer Komposition, die einst von Fredy Quien gesungen wurde: „Schön war die Zeit, dort wo die Blumen blühen, dort wo die Täler liegen“.

Dass auch ein Kirchenchor eine Bereicherung für ein Freundschaftssingen sein kann, bewies das Ensemble aus Kirchen-Hausen. Amüsant zu hören war: „Kein Schwein ruft mich an“. Den Schlusspunkt hinter ein abwechslungsreiches Freundschaftssingen setzte der Männergesangverein Öhningen-Schienen, der an diesem Abend lange auf seinen Auftritt warten musste. Auch er begeisterte mit seinem mitgebrachten Liedgut unter der Leitung seiner Dirigentin Stephania Lupa die Konzertbesucher. Durch das Programm führte, wie in den zurückliegenden Jahren bei den Freundschaftssingen, Jürgen Zimmermann. Er zeigte sich hocherfreut über die Ruhe im Saal während der Auftritte der Chöre – die Ensembles hatten die Zuhörer offenbar stark beeindruckt.
 

Das Herbstfest

Zum 29. Mal richtete der Büßlinger Männergesangverein „Liederkranz“ das Herbstfest mit Metzgete aus. Traditionsgemäß gehört dabei der zweite Tag des Festes den Blasmusikfreunden. Unter der Leitung von Antonia Meßmer spielte der Büßlinger Musikverein Harmonie zum Frühschoppen. Grundsätzlich gibt es an beiden Tagen die Schlachtplatte und andere Produkte von der Metztgete. Die Tiere stammen von einem heimischen Landwirt. Von einer örtlichen Metzgerei wird das Fleisch verarbeitet. (mus)